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​Universitätsdozentin in Ankara von Jurastudenten ermordet

4.1.2019 15:52 Uhr, von Chris Ehrhardt

Eine wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Çankaya Universität in Ankara wurde am 2. Januar von einem Jurastudenten ermordet, nachdem sie ihn bei einem Betrugsversuch erwischt hatte. Der Studentin der Çankaya Universität, der als İsmail H. identifiziert wurde, stach zuerst auf die Forschungsassistenten Ceren Damar Şenel ein und erschoss sie anschließend mit einer mitgeführten Waffe.

Damar, die durch den Angriff schwer verletzt war, verstarb trotz intensiver Rettungsbemühungen der Rettungsassistenten an ihren schweren Verletzungen, welche ihr der Jurastudent beibrachte. Der Täter wurde kurz nach der Tat inhaftiert. Die Polizei berichtet, dass der Verdächtige die Waffe seines Vaters, einem pensionierten Polizeibeamten, benutzt hatte, um die Akademikerin zu erschießen.

Ein geplanter Mord an der Dozentin

Der Verdächtige sagte in seinen Vernehmungen gegenüber der Polizei, dass er vorsätzlich handelte und die Angestellte töten wollte. Er hatte den Mordplan geschmiedet, nachdem sie darauf bestanden hatte, ein Disziplinarverfahren wegen Betrugs gegen ihn einzuleiten. Er sagte ferner aus, dass er seine Eltern nach dem Mord angerufen und sein Vater ihn ins Polizeizentrum gebracht habe.

Bildquelle: DHA

In einer Erklärung teilte die Çankaya Universität von Ankara mit, dass die Prüfungen an der gesamten Universität für einen Tag ruhen würden und darüber hinaus für insgesamt drei Tage zwischen dem 3. und 5. Januar an der juristischen Fakultät, an welcher der Mord geschah, ausgesetzt würden.

Die Staatsanwaltschaft von Ankara erklärte am 3. Januar, sie habe eine weitere Untersuchung wegen desselben Vorfalls eingeleitet, weil ein Student auffällig wurde, da er "ein Verbrechen und einen Verbrecher lobend" in Erscheinung trat.