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​Rizespor siegt im Kühlschrank der Süper Lig bei Erzurumspor

3.2.2019 13:50 Uhr, von Chris Ehrhardt

Es war kalt – bitterkalt – in Erzurum. Man sah den Spielern von Erzurmspor und Rizespor an, dass es trotz strahlendem Sonnenschein nicht unbedingt optimale Bedingungen für ein Fußballspiel in der Süper Lig waren. Trotzdem kam am Ende ein recht abwechslungsreiches Spiel zwischen den Abstiegskandidaten zustande, auch wenn es nur wenige echte Highlights gab.

Beide Teams mühten sich nach Kräften, dass die Kälte von Erzurum ihnen nicht "in die Knochen kroch". Darum war die ganze Zeit auch viel Bewegung auf dem Spielfeld. An echten und mitreißenden Torszenen mangelte es allerdings. Große Aufregung gab es kurz vor dem Halbzeitpfiff. Rize verdaddelte auf seiner linken Verteidigungsseite einen eher leichten Ball. Rashad Muhammed nutzte das, wuselte sich durch und passte von der Grundlinie an den Elferprunkt. Jasmin Scuk rauschte ran und nagelte den Ball unter die Latte – 1:0 für Erzurumspor. Wirklich 1:0 für das Heimteam? Nein, denn der Videoschiedsrichter trat auf die Bühne. Und das Tor wurde zurückgepfiffen, denn Muhammed sollte ein Foul begangen haben. Eine Sichtweise, die der VAR – wie leider viel zu oft in der Süper Lig – sehr exklusiv hatte. So blieb es sehr zum Missfallen der heimischen Fans beim 0:0 zur Pause.

Rizespor mit dem glücklicheren Händchen

Auch die zweite Hälfte zeigte ein ansprechendes Spiel für zwei designierte Abstiegskandidaten. Das Spiel ging hin und her, doch das Ganze ohne echte Großchancen. In der 76. Minute hatte dann Rizespor das Glück auf seiner Seite. Gedanklich hatte man sich wohl auf eine Punkteteilung eingestimmt und dann war es der Brasilianer Fernando Henrique Boldrin, der den Spielverderber gab und für Rizespor einnetzte – 0:1. Bei dem Spielstand blieb es auch nach 90 Minuten und Rize sammelte drei wichtige Auswärtspunkte beim direkten Mitkonkurrenten um den Abstieg.