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​Prügelorgie von jungen Asylanten in Amberg

30.12.2018 18:31 Uhr, von Chris Ehrhardt

Vier junge Asylbewerber zwischen 17 und 19 Jahren sollen am Samstagabend in Amberg, Bayern, prügelnd durch die Innenstadt gezogen sein. Jeder Passant, der ihnen zufällig über den Weg lief, soll von den vier jungen Männern wahllos attackiert und verletzt worden sein, wie die Polizei berichtet.

Amberg steht unter Schock. Vier junge Männer - den Berichten nach zwei Afghanen, ein Iraner und ein Syrer im Alter zwischen 17 bund 19 Jahren - sollen am Samstagabend wild um sich schlagend und tretend durch die Innenstadt und den Bereich des Bahnhofs gezogen sein. Dabei war es ihnen offensichtlich egal, auf wen sie trafen. Es wurden wahllos Passanten attackiert. Wie die Polizei am Sonntag laut Medienberichten mitteilte, wurden zwölf Personen teilweise so schwer verletzt, dass sie sich in ambulante Behandlung ins Krankenhaus begeben mussten. Ein Mann musste sogar stationär behandelt werden.

Unklare Motivlage bei der Prügelorgie

Was die Motivlage angeht, steht die Polizei bisher wohl vor einem Rätsel. Ein Motiv für den Gewaltexzess sei bisher nicht bekannt, sagte die Polizei. Auch sei es extrem selten, dass sich Gewalt in dieser ungehemmten Form die Bahn bräche. Die Prügelorgie habe wohl gegen kurz vor 19 Uhr am Samstag angefangen. Da gingen bei den Behörden die ersten Notrufe ein, die von dem Gewaltexzess berichteten. Sie meldeten, dass eine Gruppe junger Männer wahllos Passanten attackieren würde. Das erste Opfer der Bande soll ein 29-jähriger Mann gewesen sein, der gleich mehrfach ins Gesicht geschlagen wurde, ohne vorher in einer Kommunikation mit der Prügelgruppe involviert gewesen zu sein. Zwei Jugendliche im Alter von 17 und 18 Jahren waren die nächsten Opfer der Prügelorgie der Asylbewerber. Auch sie wurden ansatzlos attackiert und mit Schlägen eingedeckt.

Eine Schneise der Gewalt durch Amberg geschlagen

Nach den ersten drei Opfern trat die Polizei auf und die Gruppe flüchtete zunächst unerkannt. Rund zwei Stunden später trat die Gruppe jedoch wieder in Erscheinung und attackierte Personen im Bahnhofsbereich. Brutal und ohne jeden erkennbaren Grund wurden arglose Passanten geschlagen und getreten. Diesmal waren die Opfer zwischen 16 und 21 Jahren alt. Tumultartige Szenen müssen sich nach Zeugenberichten im Bahnhofsviertel abgespielt haben. Menschen versuchten fluchtartig den prügelnden Chaoten zu entgehen. Davon ließen sich die Angreifer jedoch nicht irritieren und sollen den Flüchtenden nachgesetzt haben, um sie zu Boden zu reißen und dann weiter zu attackieren. Nach der Gewaltorgie setzte sich das Quartett erneut ab, um in die Amberger Altstadt zu gelangen.

Dort wurde dann sogar ein fahrendes Auto attackiert und einer der Jugendlichen trat gegen den Pkw. Danach wurden erneut zwei Passanten attackiert, die einfach nur auf der Straße gingen. Unmittelbar nach der Tat setzte die Polizei der Prügelorgie ein Ende. Die Polizeibeamten konnten das Quartett stellen und festnehmen. Einer der Festgenommen leistete erheblichen Widerstand und beleidigte laut Bericht die Polizisten, die ihn festnehmen wollten.

Staatsanwaltschaft hat Haftantrag gestellt

Wie die Polizei mitteilte, handelte es sich bei allen vier Angreifern um Asylbewerber. Alle vier waren zum Tatzeitpunkt alkoholisiert. Zwei der Inhaftierten haben laut Polizeiberichten keinen festen Wohnsitz. Ein Inhaftierter lebt dem Vernehmen nach in einer Regensburger Unterkunft und ein weiterer soll in einer Einrichtung in Auerbach leben. Am Sonntag sollen alle vier Tatverdächtigen dem Haftrichter vorgeführt werden, nachdem die Staatsanwaltschaft Haftantrag gestellt hatte.

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