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​ Mittwoch: Treffen zwischen Präsident Erdogan und Jared Kushner in Ankara

26.2.2019 20:52 Uhr

Der Berater des Weißen Hauses und Schwiegersohn von US-Präsident Trump, Jared Kushner, wird voraussichtlich am 27. Februar mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan zusammentreffen, berichtete der Sender CNN Türk.

Kushner ist für die israelisch-palästinensische Politik Washingtons verantwortlich. Er sagte, er werde sich während einer einwöchigen Reise in den Nahen Osten mit Fragen des endgültigen Status dieses Konflikts befassen, einschließlich der Festlegung von Grenzen.

Während der blutigen Auseinandersetzungen zwischen Israel und Palästina im letzten Mai, bei denen Dutzende Palästinenser an der Grenze zu Gaza getötet wurden, kam es zwischen der Türkei und Israel zu heftigen Reibereien. Diese gipfelten in der gegenseitigen Ausweisung diverser Top-Diplomaten.

Die Türkei war einer der lautesten Kritiker der USA, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennen und dort eine Botschaft zu eröffnen.

The Associated Press berichtete am 26. Februar, dass Kushners Kommentare zu seiner geplanten Friedensinitiative für den Nahen Osten von israelischen und palästinensischen Führern abwartend erwidert wurden.

Kushner sagte Sky News am 25. Februar, dass sein Plan alle "endgültigen" Zustände, einschließlich der Grenzen, angehen und Kompromisse von allen Seiten erfordern würde. Er erwähnte jedoch nicht die Schaffung eines palästinensischen Staates und sagte, der Plan würde sich stark darauf konzentrieren, den Palästinensern wirtschaftliche "Chancen" zu bieten. Die Details würden nach den israelischen Wahlen am 9. April bekannt gegeben.

Naftali Bennett, ein strenger Rivale von Premierminister Benjamin Netanyahu, beschuldigt den israelischen Führer, sich mit Kushner verschworen zu haben, um einen palästinensischen Staat zu errichten. Netanyahu versprach indes, dem Druck zu widerstehen, Zugeständnisse zu machen.

Der palästinensische Unterhändler Saeb Erekat sagte, ein Plan, der keinen palästinensischen Staat beinhaltet, "wird nicht funktionieren".

(be/Hürriyet Daily News)