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​Mehr Flüchtlinge im Ärmelkanal – London zieht Schiffe aus Mittelmeer ab

31.12.2018 21:05 Uhr

Es werden immer mehr Flüchtlinge im Ärmelkanal gesichtet. Aus dem Grund ruft die Regierung in London nun zwei Schiffe aus dem Mittelmeer zurück, die vorher für Frontex im Einsatz waren, um nun den Ärmelkanal besser überwachen zu können.

Flüchtlinge im Ärmelkanal: London ruft Schiffe aus Mittelmeer zurück

Die britische Regierung hat zwei Schiffe für Patrouillenfahrten im Ärmelkanal aus dem Mittelmeer abberufen. Das teilte der britische Innenminister Sajid Javid am Montagabend in London nach einer Krisensitzung mit. Eines der beiden Schiffe ist bislang in humanitärer Mission für die europäische Grenzschutzagentur Frontex im Einsatz.

Grund für den Schritt ist die steigende Zahl der Flüchtlinge, die versuchen mit kleinen Booten von Frankreich nach Großbritannien zu gelangen. «Es geht darum, Menschenleben zu schützen, aber auch um den Schutz unserer Grenzen», sagte Javid.

Frontex-Mission wird nicht abgebrochen

Im Jahr 2018 haben dem britischen Innenministerium zufolge 539 Menschen versucht, die Meeresenge in kleinen Booten zu überqueren, 434 davon allein seit Anfang Oktober. 227 Migranten seien noch von den französischen Behörden gestoppt worden.

Javid hatte die Lage bereits am Freitag als «schwerwiegendes Ereignis» eingestuft und seinen Familienurlaub abgebrochen. Der Innenminister steht wegen des Themas zunehmend unter Druck.

London wolle weiterhin zu seiner Verpflichtung im Rahmen der humanitären Frontex-Mission im Mittelmeer stehen, hieß es in einer Mitteilung des Innenministeriums. Ein weiteres Schiff verleibe daher im Mittelmeer.

(ce/dpa)

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