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​Kurztrip statt Knaller: Orte für einen beschaulichen Jahreswechsel

27.12.2018 22:17 Uhr, von Juliane Kabjolke

Unglaubliche 137 Millionen Euro wurden in den vergangenen beiden Jahren in Deutschland für Raketen, Knaller und Co. ausgegeben. Pro Nase werden gut und gern hundert Euro lockergemacht – Geld das immer mehr Menschen anderswo sinnvoller investieren. Viele lehnen die Knallerei aber vor allem wegen des Lärms ab und weil sich Hund und Katz panisch zitternd für Stunden unters Bett verkriechen.

Die Tradition des Feuerwerks geht im Übrigen auf einen Brauch der Germanen zurück. In den dunkelsten aller Nächte, den sogenannten Raunächten, als deren Höhepunkt der 31. Dezember galt, fürchteten die Germanen ihren Kriegsgott Wotan ganz besonders. Um ihn und sein durch die Lüfte ziehendes Heer von Gespenstern fernzuhalten, veranstalteten sie so viel Lärm wie sie nur konnten und zündeten Holzräder an, um sie brennend in die Täler rollen zu lassen.

Wer Wotan und seine Geister nicht fürchtet bzw. wer einfach seine Ruhe haben will, der kann sich zu Silvester an ein lauschiges Plätzchen verkrümeln. Zwar gibt es an keinem der vorgestellten Orte eine Garantie für Böllerfreiheit, allerdings wird es hier deutlich entspannter sein als in den deutschen Großstädten.

Berge statt Böller

Das urige Ambiente einer Berghütte und die Idylle der Umgebung sind perfekt für den Silvesterabend. Skifahren und Wanderungen, gemeinsames Kochen und Gesellschaftsspiele stehen hier für eine kurzweilige Zeit auf dem Programm. Gerade an Silvester werden Alm- und Berghütten stark nachgefragt. Es empfiehlt sich also, die Flucht vorm letzten Tag des Jahres langfristig zu planen.

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Höhlen statt Böller

Der Göreme Nationalpark in der türkischen Region Kappadokien gehört zum Weltkultur- und Naturerbe der UNESCO. Zipfelmützige Tuffstein-Gebilde namens Feenkamine prägen die Landschaft – und Höhlen. Eine ganze Reihe davon wurden zu luxuriös ausgestatteten Hotels umgewandelt, in denen es dem Gast an nichts mangelt. SPA-Treatments und exzellente Küche runden den böllerfreien Aufenthalt im Höhlenhotel ab.

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Campen statt Böller

Die tiefen Wälder von Mittelschweden sind ideal für einen Camping-Urlaub mit dem Caravan. Alternativ zu Schweden bietet es sich an, neben einem Nationalpark oder Naturschutzgebiet in Deutschland zu campen, z. B. dem Nationalpark Harz. Dieser gilt als besonders feuerwerksarm, und auch in den Städten Goslar und Quedlinburg herrscht Feuerwerksverbot.

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Meeresbriese statt Böller

Aufgrund der vielen reetgedeckten Häuser und der steifen Brise gilt auf den Nordseeinseln Sylt und Amrum striktes Böllerverbot. Verstöße dagegen werden mit bis zu 500.000 Euro geahndet. Möglicherweise gibt es auf jeder der Inseln ein offizielles kleines Feuerwerk, von dem man sich bewusst fernhalten kann.

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