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​Istanbul Film Festival: In Gedenken an Kultregisseur Stanley Kubrick

1.3.2019 10:19 Uhr

Das Istanbul Film Festival gilt als das bedeutendste internationale Filmfestival der Türkei. In diesem Jahr findet es zum 38. Mal vom 5. bis 16. April statt und wird wie gewohnt in ausgewählten Kinos abgehalten. Mehr als 150 Filme werden gezeigt.

Kult, Retrospektive und Meisterwerke

Fünf Haupt-Wettbewerbe finden im Rahmen des Filmfestivals statt: Internationaler Wettbewerb, Nationaler Wettbewerb, Menschenrechte im Kino, Dokumentation Nationaler Wettbewerb und Nationaler Kurzfilm.

Wieder einmal wird auch eine Auswahl verschiedener Kultfilme gezeigt, in diesem Jahr in Gedenken an den U.S.-amerikanischen Regisseur Stanley Kubrick, dessen Todestag sich im März zum zwanzigsten Mal jährt. Sowohl Fans als auch jüngere Menschen, denen die Werke dieses einflussreichen Regisseurs bislang unbekannt sind, sollen mit diesem Spezialprogramm in die Kinos gelockt werden. Über die Leinwände flimmern werden u. a. "Eyes Wide Shut" (1999), "The Shining" (1980), "2001: Odyssee im Weltraum" (1968) und "FullMetalJacket" (1987).

Klassische türkische Filme werden außerdem gezeigt. In diesem Jahr fällt der Fokus auf den populären türkischen Regisseur Serif Gören und dessen Meisterwerk "On Kadin" (Zehn Frauen), der 1987 Premiere hatte. Der mit der Goldenen Palme ausgezeichnete Gören hat in seinen Werken öfter weibliche Themen behandelt und in dem auf dem Festival gezeigten Film Frauen portraitiert, die mit Problemen in einer von Männern dominierten Welt umgehen. Im Rahmen des Festivals wird Gören der Preis für das Lebenswerk verliehen.

Eine fünfköpfige Jury entscheidet

Die Jury, die im nationalen Wettbewerb das Sagen hat, wird von Regisseur und Drehbuchautor Ümit Ünal geleitet. Ihm zur Seite stehen Schauspielerin Derya Alabora, Schauspieler Alican Yücesoy, Kameramann Andreas Sinanos und Drehbuchautor Gaye Boralioglu. In dieser Sektion ermittelt werden u. a. der beste türkische Film des Jahres sowie der beste türkische Regisseur / die beste türkische Regisseurin des Jahres.

Für den internationalen Wettbewerb sind ausschließlich Filme zugelassen, die zum Thema "Neue Perspektiven im Kino" passen. Sie dürfen sowohl aus den Bereichen Fiktion und Animation als auch Dokumentation stammen. Die Festival-Direktion wird die finale Auswahl treffen, welche schließlich von einer internationalen Jury bestehend aus z. B. Regisseuren, Autoren, Produzenten und Kritikern bewertet wird. Der hierbei bestimmte beste Film wird mit der Goldenen Tulpe belohnt.

(jk)