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​Gepanschter Schnaps – 57 Tote in Indien

9.2.2019 11:25 Uhr

57 Menschen haben es in Indien bisher mit dem Leben bezahlen müssen, dass sie selbstgebrannten und gepanschten Schnaps konsumierten. Die Behörden bemühen sich um Aufklärung und melden 30 Festnahmen sowie zahlreiche Suspendierungen von Behörden- und Polizeibeamten, die möglicherweise in das Schwarzbrennen involviert gewesen sein könnten.

Nach dem Konsum von gepanschtem Alkohol in Indien ist die Zahl der Todesopfer auf 57 gestiegen. Das teilten die zuständigen Behörden in den beiden benachbarten nordindischen Bundesstaaten Uttar Pradesh und Uttarakhand am Samstag mit. Die Polizei nahm bisher 30 Menschen in Verbindung mit dem Vorfall fest, darunter zahlreiche Schwarzhändler. Hunderte Liter des illegal gebrannten Schnapses wurden beschlagnahmt. Zudem wurden mehr als 30 Behördenmitarbeiter wegen Fahrlässigkeit oder Beteiligung an dem Handel vorläufig von ihren Aufgaben freigestellt, darunter 10 Polizeibeamte.

Selbstgebrannter oftmals verunreinigt und lebensgefährlich

Die betroffenen Bewohner eines Dorfes hatten am Donnerstag illegal hergestellten Schnaps getrunken. Die Polizei geht davon aus, dass der Alkohol aus derselben Quelle stammte.

Der Konsum von schwarz gebranntem Schnaps ist in Indien weit verbreitet. Er wird viel billiger verkauft als importierte alkoholische Getränke und etablierte indische Marken. Immer wieder wird der Schnaps mit Industrie-Alkohol oder anderen Substanzen hergestellt, die zu schweren Vergiftungen führen können. Nach offiziellen Angaben sterben in Indien jedes Jahr rund 1000 Menschen am Konsum von gepanschtem Alkohol.

(ce/dpa)