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​Gebt das Hanf frei – Türkei will Industriehanfanbau fördern

14.1.2019 11:29 Uhr, von Chris Ehrhardt

Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat mitgeteilt, die Türkei würde den Anbau von Nutzhanf nachhaltig fördern und die dazu notwendigen Gespräche mit dem zuständigen Ministerium für Land- und Forstwirtschaft sowie mit dem Umweltministerium seien bereit geführt worden. Die Förderung des Anbaus von Nutzhanf könnte dementsprechend zeitnah beginnen.

"Ich appelliere an mein Land; lasst uns gemeinsam den Prozess anschieben, das Nutzhanf zu pflegen. Wir werden erkennen, dass das Nutzhanf uns viele Vorteile in den unterschiedlichsten Bereichen bringen wird", sagte Präsident Erdoğan bei einem Meeting in der Provinz Sakarya.

Die Türkei bietet optimale Bedingungen für den Anbau von Nutzhanf

Der Anbau von Hanf ist zum aktuellen Zeitpunkt bereits in 19 Regionen der Türkei erlaubt. Doch darüber hinaus soll es weitere "Hanfzentren" geben. Bekir Pakdemirli, der Landwirtschaftsminister der Türkei, teilte am 10. Januar mit, die Regierung werde weiteren Standorten die Genehmigung zum Anbau von Nutz- oder Industriehanf erteilen.

Doch zum Nutzhanf gehört nicht nur der reine Anbau nebst Ernte des Produkts. Ebenso wichtig ist es, eine funktionierende Infrastruktur hinsichtlich der Weiterverarbeitung zu schaffen. Das Produkt Nutzhanf wird entsprechend veredelt und erhält damit einen entsprechenden Marktwert, der Gewinne generiert. Diese Infrastruktur gilt es erst noch in der Türkei zu schaffen, da sie bisher unterrepräsentiert ist.