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​Galatasaray verliert in Moskau und muss um die Europa League zittern

28.11.2018 21:06 Uhr, von Chris Ehrhardt

Das Gute vorab: Galatasaray Istanbul hat sich gut in Moskau gegen Lokomotive Moskau verkauft. Zumindest in statistischer Hinsicht. Das Problem dabei: Statistiken schießen keine Tore. Und genau die fehlten Cimbom und wurden vom russischen Klub geschossen.

Minus neun Grad erwarteten Galatasaray in Moskau. Eisige Kälte, die für eher 'suboptimale Platzverhältnisse' sorgte. Schon in der 4. Spielminute zeigten die Hausherren aus Moskau, es würde für die Gäste kein Spaziergang werden. Smolov tankte sich in die Box und zog trocken ab – Aluminiumtreffer. Das war Glück für den türkischen Rekordmeister.

Duell auf Augenhöhe

Nach dem Warnschuss schaffte es Cimbom sehr gut, mit dem Gegner auf Augenhöhe zu operieren. Nein, eigentlich waren sie sogar spielbestimmend, was die Statistik angeht. Gut 55 Prozent Ballbesitz und weit bessere Zweikampfwerte – fast 60 Prozent aller Zweikämpfe wurden gewonnen. Doch für Tore reichte es nicht. Da war man einfach zu harmlos. Und wie so oft gilt: Machst du die Kirsche vorne nicht rein, klingelt es schnell im eigenen Gehäuse.

Und in der 43. Passierte genau das. Der Ex-Schalker Farfan legte auf Krychowiak ab. Der versuchte sich mit einem Schuss, der eigentlich eher in die Kategorie 'ungefährlicher Gewaltroller' gehört hätte. Doch Krychowiak hatte Glück und schoss Donk an, der den Ball unhaltbar für Muslera ins eigene Tor abfälschte – 1:0 für Lokomotive Moskau.

Galatasaray weiter gut im Rennen – aber Moskau machte den Sack zu

Cimbom mühte sich redlich, die zählbaren Erfolge blieben aber hartnäckig verwehrt. Das Zählbare auf der Anzeigentafel war der Job von Lok Moskau. Und der Treffer war, wie schon das 1:0, eher etwas für die Kategorie 'Kurioses'. Smolov passte auf Ignatiev und der wollte den Ball einem eher unsichtbaren Mitspieler zuspielen – Pass ins Nichts. Doch von irgendwo kam der Ball zu ihm zurück und er hatte unerwartet freie Bahn. Aus kürzester Distanz ließ er sich nicht zweimal bitten und netzte humorlos zum 2:0 ein. Damit war die Messe in Moskau eigentlich schon gelesen.

Auch wenn Galatasaray nie aufsteckte, wirkten die Russen am Ende abgeklärter und abgezockter. Ein Lattenkracher von Farfan hätte in der 62. Minute fast noch das 3:0 für Moskau gebracht. Doch am Ende blieb es im Kühlschrank von Moskau bei einem unter dem Strich verdienten 2:0-Erfolg von Moskau.

Das große Zittern und Rechnen geht los

Diese Niederlage von Galatasaray wurde von Schalke 04 sicher mit großer Freude ausgenommen, die vor ihrem Spiel gegen den FC Porto bereits als Achtelfinalist qualifiziert waren – wie Porto ebenfalls. Galatasaray muss am letzten Spieltag der Champions League hoffen, dass die Knappen vor heimischer Kulisse gegen Moskau gewinnen. Dann geht es für Cimbom in der Europa League weiter mit der europäischen Fußballbühne.

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