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​Fenerbahçe bringt 2-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit

17.12.2018 22:22 Uhr, von Chris Ehrhardt

Der neue Trainer von Fenerbahçe Istanbul, Ersun Yanal, wirbelte seine Elf vor dem Spiel gegen Erzurumspor mächtig durch. Auf sieben Positionen gab es Änderungen. Und das sollte sich anfangs auch auszahlen.

Fenerbahçe drückte ab der ersten Spielminute mächtig aufs Gaspedal und agierte verglichen mit den vorherigen Matches wie ausgewechselt. Druckvoll, motiviert, Zug zum Tor und eine geordnete Defensive – all das wurde umgesetzt, was man vorher so sträflich vernachlässigte. Das zahlte sich aus. Bereits nach 18 Minuten klingelte es im Kasten von Erzurum. Flanke von Isla nach einem grandiosen Pass von Ekici und am zweiten Pfosten lauerte Ayew, der den Ball mühelos mit dem Kopf in die Maschen setzte – 1:0. Und so sollte es weitergehen. Keine zehn Minute später in der 27. Spielminute rappelte es wieder im Karton. Ecke von Valbuena, Skrtel war zur Stelle und wieder lag das Ei im Nest von Erzurumspor – 2:0. Die Gäste kamen in der ersten Hälfte nicht zum Zug und so gingen die Kanarienvögel mit einem respektablen Vorsprung von zwei Toren in die Pause.

Rückfall in alte Verhaltensmuster

Zur zweiten Hälfte startete Trainer Mehmet Özdilek mit zwei neuen Kräften. Einer davon war Emrah Başsan und dessen Hereinnahme sollte sich blitzschnell auszahlen. Die Kanarienvögel waren gedanklich wohl noch in der Kabine, als Sunu Başsan völlig alleine in der Mitte der Box fand. Der ließ Harun keine Abwehrmöglichkeit und netzte trocken zum 1:2 Anschlusstreffer ein. Doch es kam noch "dicker" für Fenerbahçe. Statt den Vorsprung über die Zeit zu schaukeln, ließen sich die Hausherren mehr und mehr von Erzurum einschnüren. Und wieder war es ein Joker, der Fener das Licht der Hoffnung auf drei Punkte ausblies: Lennart Thy. In der zweiten Minute der Nachspielzeit nahm er sich beherzt den Ball im Strafraum, drehte sich und netzte gekonnt ein – 2:2. Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff. Das war kein Einstand nach Maß für Yanal – aber immerhin ließ die erste Hälfte die Fans von Fenerbahçe für die Zukunft hoffen.