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​Fenerbahçe überwintert nach 0:0 in Antalya auf einem Abstiegsplatz

24.12.2018 20:44 Uhr, von Chris Ehrhardt

Jeder Punkt, den Fenerbahçe Istanbul zur Zeit in der türkischen Süper Lig einfährt, kann und muss als möglicher Punkt gegen den Abstieg des Serienmeisters aus der Türkei gewertet werden. So wird das Team vom Bosporus auch nicht sonderlich traurig sein, zumindest einen Punkt aus dem Match gegen Antalyaspor mit nach Istanbul zu nehmen. Dabei wären drei Punkte aus dem Auswärtsspiel durchaus möglich gewesen – mit mehr Präzision im Abschluss, mehr Konzentration vor dem Tor des Gegners und vor allen Dingen mit dem Rückbesinnen auf echtes Fußballspielen, das auf halbhohe Bälle in den Strafraum verzichtet.

Fenerbahçe war von der ersten Spielminute an deutlich anzumerken, dass die Mannen von Neutrainer Yanal alles wollten, nur ganz sicher nicht in Antalya verlieren. Entsprechend lief das Spiel ab. Es gab zwar den Zug nach vorne und das Bestreben, den Ball im gegnerischen Kasten unterzubringen, das Ganze aber eher halbherzig und in manchen Situationen sogar richtiggehend stümperhaft. Wer Bälle in Serie in des Gegners Box spielt und die kommen nicht flach und nicht hoch rein, sondern immer halbhoch, freut sich besonders der Gegner.

19 Torschussversuche standen am Ende des torlosen Remis auf der Habenseite von Fenerbahçe, aber wirkliche Gefahr entstand dadurch nicht. Auch der Ballbesitz der Kanarienvögel war mit 61 Prozent gut – wäre nur Zählbares am Ende dabei rausgesprungen. 56 Prozent aller Zweikämpfe wurden gewonnen. Auch das Eckenverhältnis von 9:2 sprach eine eindeutige Sprache für die Gäste aus Istanbul.

Was gab es an Herausragendem vom Spiel zu vermelden? Roman Neustädter sah zweimal den gelben Karton und durfte damit früher als der Rest unter die Dusche.