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​ Die Türkei per Rad erkunden

22.4.2019 16:47 Uhr

Gerade, bevor der Sommer anfängt - oder wenn er endet - lädt die Türkei mit angenehmen Temperaturen und einer tollen Landschaft zu ausgedehnten Fahrradtouren ein. Ganz gleich, ob durch die sanften Hügel Kappadokiens oder entlang einer der vielen Küstenstrecken, zu sehen gibt es immer was!

In den größeren Städten der Türkei sollte man das Radfahren als Tourist besser lassen, da es z. B. keine Radwege gibt. In den ländlicheren Gegenden warten allerdings einige Routen, auf denen es sich lohnt, in die Pedale zu treten.

Worauf man achten sollte

Regeln für Radfahrer gibt es in der Türkei so gut wie keine. Als Radfahrer wird man für gewöhnlich einem Fußgänger gleichgestellt. Weil Verkehrsregeln generell mehr als Richtwerte betrachtet werden, ist auf Strecken mit Autoverkehr zu höherer Vorsicht geraten. Auch berücksichtigt werden sollte, dass die Bordsteinkanten etwa doppelt so hoch sind wie in Deutschland und dass es oft keine Rampen für einen sanften Übergang vom Bordstein auf die Straße gibt.

Routenvorschläge

Die Nevsehir-Route führt auf 43 Kilometern durch Kappadokien. Ausgangspunkt ist die Kleinstadt Avanos, die für ihr traditionsreiches Töpfereihandwerk bekannt ist. Übernachtung bieten Hotels und Pensionen, Restaurants und Bars sorgen für Verpflegung und Unterhaltung. Nächste Station ist Göreme, von wo aus Heißluftballons zur Fahrt über die Tuffsteine, auch Feenkamine genannt, und Schluchten starten. Weiter geht es nach Ortahisar mit seinem von Höhlen durchzogenen Burgberg. Der Einstieg zum Roten Tal ist der perfekte Ort zum Sonnenuntergang. In Mustafapasa endet die Route.

Die türkische Rivera kann auch per Rad erkundet werden. Möglicher Ausgangspunkt für eine Radtour ist Marmaris, das nicht nur aufgrund seiner Wassersportmöglichkeiten, sondern auch wegen der Freiluftclubs und Diskotheken in der Bar Street bekannt ist. Von dort geht es weiter nach Dalyan, wo es lykische Felsengräber zu sehen gibt. In der Nähe befindet sich ein Strand, der von der Unechten Karettschildkröte als Brutplatz genutzt wird – er kann allerdings nur aus einiger Entfernung per Bootsfahrt auf dem Dalyan-Fluss besichtigt werden. Nächste Station ist Gocek, von wo aus man sich nach Fethiye aufmacht.

Herausforderung und Entspannung

Mehr als 80 Radrouten gibt es zwischen Antalya sowie seiner traumhaften Küste und den Bergen. Der Urlaub dort kann also eine wunderbare Kombination zwischen Bade- und Aktivurlaub auf dem Rad sein. Eine Vielzahl der Routen eignen sich für erfahrene Mountainbiker, beispielsweise eine Strecke, die durch die Berge rund um die antike Stadt Olympus führt. Auf steilen Anstiegen werden die Waden trainiert. Spektakuläre Ausblicke auf einsame Buchten und idyllische Hafenstädte entlohnen für die Anstrengung.

Büyükada ist eine Insel im Marmarameer, auf der keine Autos erlaubt sind – beste Voraussetzung also für eine Erkundung per Rad. Wer keines mitbringt, hat auf Büyükada viele Ausleihmöglichkeiten. Sehenswürdigkeiten sind die noch aus der osmanischen Zeit stammenden Häuser.

(jk)