​Die Süper Lig gewinnt an Attraktivität beim Zuschauer

20.11.2018 19:49 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Süper Lig gewinnt an Attraktivität beim Zuschauer. Nach etlichen Dürrejahren bei den Zuschauerzahlen in der Süper Lig, die für finanzielle Schieflagen gesorgt haben, setzt sich nun der Aufwärtstrend deutlich durch. In der Saison 2017/2018 zogen die Spiele deutlich mehr Zuschauer in die Stadien und sorgten für ein sattes Umsatzplus.


Positiver Trend in der Süper Lig

Dass einige der Vereine aus der Süper Lig, der ersten Liga in der Türkei, finanzielle Probleme haben, ist allseits bekannt. Doch nachdem nun die aktuellen Zahlen von offiziellen Stellen berichtet wurden – es dreht sich dabei um den EkoLig Wirtschaftsbericht zur Süper Lig – wird deutlich, dass die Vereine satt zulegen konnten. Und das bei den Einnahmen, wie auch bei den Zuschauerzahlen. Wird sich der Trend fortsetzen, weil die Liga unberechenbarer geworden ist und sich nicht ausschließlich auf die drei großen Istanbuler Vereine – Galatasaray, Beşiktaş und Fenerbahçe – konzentriert?

Einnahmen der Klubs in der Süper Lig steigen um rund 40 Prozent

Im Vergleich zu den Vorjahreszahlen der Saison 2016/2017, die bei circa 379 Millionen Euro lagen, standen die Vereine auf der Einnahmenseite in der Saison 2017/2018 bei knapp 520 Millionen Euro. Dass hierbei der Löwenanteil auf Beşiktaş Istanbul entfiel, die in der Champions League bis ins Achtelfinale kamen, wo sie dann allerdings mit einem Gesamtergebnis von 1:8 vom FC Bayern München eliminiert wurden, sollte eher nicht verwundern.

Bei den TV-Geldern jedoch hatte Beşiktaş das Nachsehen und wurde vom türkischen Meister Galatasaray Istanbul überflügelt. Cimbom nahm in der Saison 2017/2018 durch die TV-Gelder rund 27 Millionen Euro an – Ligaprimus!

Zuschauer in der Türkei schauen die Spiele wieder live im Stadion

Kaum ein anderes System stand mehr in der Kritik als Passolig in der Türkei. Die Einführung dieses Ticketsystems hatte die Stadien weitgehend "leergefegt". Doch der Mensch ist am Ende des Tages ein Gewohnheitstier. So auch bei Passolig. Strömten in der Saison 2016/2017 im Schnitt rund 8.900 Zuschauer in die türkischen Stadien, so wusste die Saison 2017/2018 hier wirklich zu überraschen. Um mehr als 40 Prozent ging die Zuschauerzahl steil – fast 13.000 Fans besuchten durchschnittlich die Partien in der Süper Lig. Und auch Passolig konnte Zuwächse verbuchen. Rund eine Million neuer E-Tickets wurden an die Frau oder den Mann gebracht. Mehr als vier Millionen dieser Tickets sind verkauft worden.

Dass auch hier, wie bei den TV-Geldern, Ligaprimus Galatsaray die Nase vorne hat, ist nicht verwunderlich. Knapp 41.000 Zuschauer konnte Cimbom durchschnittlich ins Stadion locken, die auch ligaweit mit rund 26 Euro die teuersten Tickets im Schnitt anboten. Knapp 30.000 Zuschauer waren es bei Fenerbahçe und Beşiktaş.