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​Der neuseeländische Rechtsterrorist hat in der Türkei wohl historische Stätten besichtigt

20.3.2019 10:02 Uhr

Brenton T., der australischstämmige Attentäter, der in Christchurch 50 Menschen getötet hatte, verbrachte einen wesentlichen Teil seines späten Lebens mit Reisen. Diese Trips führten ihn vorzugsweise nach Europa, wo erf den Balkan und in zweimal auch die Türkei besuchte. Bei seinen Türkeiaufenthalten war Brenton T. vorrangig an historischen Stätten interessiert, wie die türkischen Behörden berichten.

Wie die Einreiseunterlagen ergeben haben, kam der Attentäter von Neuseeland laut den Berichten von lokalen Medien, die sich auf erste Untersuchungsergebnisse der Behörden stützen, im Jahr 2016 in die Türkei und blieb 46 Tage. Im März war er vom 17. bis 20. des Monats vor Ort und kam am 13. September zurück, um bis zum 25. Oktober zu bleiben. Diese Daten stammen den Berichten nach von der Polizeibehörde Istanbul sowie des nationalen Geheimdienstes MIT.

Brenton T. war an historischen Schlachtfeldern interessiert

Wie das Bewegungsprofil des Attentäters aufzeigt, war er in Ankara, in der Provinz Tokat, der östlichen Provinz Agri, der südlichen Provinz Mersin, in Izmir sowie in Konya, Sivas und Istanbul. Während seines Aufenthaltes besuchte Brenton T. das historische Schloss Tokat, wo der walachische Prinz Vlad Tepes III., auch bekannt als "Der Pfähler" und "Dracula", der Legende nach von den Osmanen gefangen gehalten worden sein soll. Erst vor rund fünf Jahren war die Kerkeranlage freigelegt worden.

Im Anschluss an seinen Türkeiaufenthalt reiste der Attentäter weiter nach Serbien, Montenegro, Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Bulgarien. Dabei besichtige er wohl auch Schlachtfelder, auf denen osmanische Armeen mit österreichischen, ungarischen und polnischen Heeren fochten. Ob er sich auf diesen Reisen mit rechtsextremistischen Netzwerken traf, ist bisher nicht bekannt.

(Hürriyet Daily News)