imago/GEPA pictures

​3:1-Führung dahoam verspielt – Bayern nur Remis gegen Düsseldorf

24.11.2018 17:49 Uhr, von Chris Ehrhardt

Eigentlich sollte die Fortuna aus Düsseldorf ein Aufbaugegner nach der Länderspielpause für den großen FC Bayern München vor heimischer Kulisse sein. Und es sah auch lange so aus, als hätte der FC Bayern sein Mojo zurück. Hätte, hätte – Fahrradkette. Oder wie Lothar Matthäus sagen würde: Wäre, wäre – Fahrradkette.

Es sah in der Allianz Arena sehr früh nach einer klaren Sache für den FC Bayern München aus. Niklas Süle in der 17. Spielminute und Thomas Müller in der 20. Spielminute stellten die Uhr eigentlich schnell auf einen klaren Sieg für die Bayern gegen Fortuna Düsseldorf. Eigentlich – wäre da nicht der pfeilschnelle Dodi Lukebakio gewesen, der in der 44. Minute den Anschlusstreffer für die Rheinländer schoss.

3:1 dahoam – eine klare Angelegenheit für die Bayern?

Mit seinem zweiten Treffer im Spiel stellte Thomas Müller den alten Torabstand in der 58. Minute wieder her. Zwei Tore Vorsprung gegen den Abstiegskandidaten Düsseldorf vor heimischer Kulisse und noch rund 30 Minuten zu spielen – das sollte doch reichen. Sollte es wirklich? Nein, denn da war ja noch Dodi Lukebakio im Dress der Rheinländer.

In der 77. Minute startete Lukebakio durch und netzte dann alleine vor Manuel Neuer stehend ein. Treffer oder Abseits? Der Videoschiedsrichter bestätigte den Treffer – Anschlusstor. Dodi war einfach zu schnell für das Auge des Linienrichters, der die Fahne hob. Doch es kam noch dicker für den Rekordmeister aus München. Und wieder war es Lukebakio in der 93. Minute, der die Bayern in ein Jammertal stürzte – 3:3. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte marschierte der Kongolese einfach an Süle vorbei und ließ Neuer nicht den Hauch einer Chance.

Sicher geglaubten Sieg leichtfertig verspielt

Die Bayern machten es den Düsseldorfern schlicht zu leicht, vor das Tor von Manuel Neuer zu kommen. Und da wird es dann schwer, so eine Führung über die Zeit zu bringen. Das zeigte schon das Spiel gegen den BVB. Zweimal eine Führung hergeschenkt – das wird die Diskussionen um Trainer Niko Kovac eher nicht verstummen lassen. Im Gegenteil. Vor der Ära Kovac war es eigentlich so, dass die Bayern eine solide Führung mit zwei Toren Vorsprung nicht so einfach abgaben. Neun Punkte Rückstand auf Tabellenprimus Borussia Dortmund sind jedenfalls nichts, was den Anspruchshaltungen der Führungsriege in München gefallen dürfte.