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​180 Flüchtlinge im Mittelmeer vor Malta gerettet

31.12.2018 22:10 Uhr

Maltas Marine befindet sich aktuell im "Dauerstress". Am Sonntag wurden 69 Flüchtlinge aus Seenot gerettet und nur einen Tag später, am Silvestermontag, waren es insgesamt 180 Refugees, die vor Malta auf Booten ausharrten, die zu sinken drohten.

180 Flüchtlinge sind am Montag vor der Küste Maltas aus dem Mittelmeer gerettet worden. 152 von ihnen saßen an Bord eines Holzbootes, das in Seenot geraten war, wie die maltesische Marine mitteilte. Bei einem zweiten Rettungseinsatz seien 28 weitere Bootsinsassen in Sicherheit gebracht worden. Bereits am Sonntag hatte Maltas Marine 69 Flüchtlinge aus Seenot gerettet.

Die UNO rief derweil die Mittelmeerstaaten dazu auf, ihre Häfen für zwei Schiffe mit dutzenden geretteten Flüchtlingen an Bord zu öffnen. Es müsse dringend eine Lösung gefunden werden für die 49 Migranten, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR mit.

Auch deutsche Seenotretter im Mittelmeereinsatz

Ein Schiff der deutschen Flüchtlingshilfsorganisation Sea-Eye hatte am Samstag 17 in Seenot geratene Flüchtlinge im Mittelmeer gerettet. 32 weitere Flüchtlinge harren bereits seit dem 22. Dezember an Bord eines Schiffs der NGO Sea-Watch aus.

Nach UN-Angaben starben 2018 rund 1300 Menschen bei dem Versuch, von Nordafrika aus über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa zu gelangen. Die Zahl der Bootsflüchtlinge, die Italien erreichten, sank derweil nach Regierungsangaben gegenüber dem Vorjahr um 80 Prozent. Demnach gelangten 23.370 Migranten über das Mittelmeer nach Italien. Die rechtspopulistische Koalition in Rom vertritt seit ihrem Amtsantritt im Sommer eine harte Haltung in der Flüchtlings- und Einwanderungspolitik.

(ce/afp)