dpa

Überzogene Forderungen? Weitere Streiks im öffentlichen Dienst

12.2.2019 10:05 Uhr

Bereits zahlreiche Angestellte des öffentlichen Dienstes haben ihre Arbeit niedergelegt. Jetzt folgen weitere Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen und Bayern - ab morgen soll sogar an noch mehr Orten gestreikt werden.

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst haben am Dienstag weitere Warnstreiks in Nordrhein-Westfalen und Bayern begonnen. In Köln, Bonn, Düsseldorf und Essen legten Mitarbeiter von Unikliniken die Arbeit nieder, wie Sprecher der Gewerkschaft Verdi am Morgen sagten. In Bayern traten etwa 120 Beschäftigte im Straßenbau, in Flussmeisterstellen und Bauämtern in den Ausstand, sagte Robert Metzger von Verdi Rosenheim. Ihm zufolge sollte die Aktion aber keine Auswirkungen auf den Verkehr haben. Auch der Winterdienst sei gewährleistet.

Überzogene Forderungen?

Von Mittwoch an sollen ganztägige Warnstreiks in Würzburg und in der Oberpfalz folgen. In Würzburg sei auch die Uniklinik betroffen, und es sei eine Demonstration mit anschließender Kundgebung geplant, teilte Verdi mit. Am Donnerstag soll es auch in München Warnstreiks geben. Auch für Hamburg, Berlin und den Raum Leipzig waren Warnstreiks angekündigt worden.

Mit den Aktionen wollen die Gewerkschaften den Druck in den Gesprächen für rund eine Million Beschäftigte erhöhen. Die nächste Verhandlungsrunde ist am 28. Februar in Potsdam. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die Beschäftigten der Länder außer Hessen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Länder haben die Forderungen als überzogen zurückgewiesen.

(sis/dpa)

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