epa/Mauritz Antin

Überweisungen an Direktbanken gestoppt

16.6.2019 15:36 Uhr

Die Volksbank Freiburg stoppt im Online-Banking Überweisungen an Direktbanken wie N26 oder Fidor. Hintergrund sind vermehrte Fälle von Betrug. Gerade diese Banken würden "als Zielkonto für vermeintliche Straftaten genutzt", erklärte ein Sprecher des Instituts auf Anfrage.

Auch bei der Volksbank Rottweil stehen N26 und Fidor nach Angaben von Institutschef Henry Rauner, "auf der schwarzen Liste". Überweisungen zu diesen Anbietern würden erst ausgeführt, wenn Kunden die Richtigkeit bestätigt hätten.

Vor allem die Professionalität und Geschwindigkeit, mit der sich Kriminelle in den aktuellen Fällen Zugriff auf Kundengelder verschafften, überraschte die Volksbank Freiburg. Einfallstor war das sogenannte mTAN- oder mobileTAN-Verfahren. Dabei wird die für Überweisungen notwendige TAN per SMS auf eine zuvor hinterlegte Handynummer geschickt.

"Maßnahmen zur Gedlwäscheprävention"

N26 teilte auf Nachfrage mit, das Unternehmen setze wie alle anderen Banken auch "Maßnahmen zur Geldwäscheprävention" um. "Sobald wir davon erfahren, dass andere Banken einzelne Transaktionen an N26 anhalten, treten wir so schnell wie möglich mit der betreffenden Bank in Kontakt, um das Problem zu lösen."

Ein Sprecher der Fidor Bank betonte: "Jeder, der ein Konto bei der Fidor Bank eröffnet, durchläuft das fälschungssichere Video-Ident-Verfahren." Daher sei es "wenig wahrscheinlich, dass Betrüger Inhaber solcher Konten sind und gestohlenes Geld dorthin überweisen lassen, wo man sie leicht identifizieren könnte".

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.