Symbolbild: imago/Panthermedia

Überteuerte Gebühren für Leichenschauen verlangt

28.3.2019 15:33 Uhr

Hat eine Ärztin tatsächlich Profit aus der Trauer anderer für sich herausgeschlagen? Ihr wird vorgeworfen, deutlich überteuerte Gebühren für Leichenschauen verlangt zu haben - Die Rechnungen seien doppelt so hoch wie erlaubt.

Sie soll in mehreren Fällen neben der Gebühr für die Leichenschau Leistungen abgerechnet haben, die nur Lebenden zustehen, wie die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilte. Die Rechnungen sollen doppelt so hoch gewesen sein wie maximal erlaubt.

Aufträge von der Polizei

Die Ermittler werfen der Frau vor, den Hinterbliebenen zusätzlich privatärztliche Leistungen in Rechnung gestellt zu haben. Dazu zählten etwa Gebühren für einen Hausbesuch. Der zulässige Betrag für Leichenschauen liegt laut Generalstaatsanwaltschaft bei 70 Euro, die Ärztin soll jedoch das Doppelte verlangt haben.

Bei einer Durchsuchung am Mittwoch im Landkreis Offenbach wurden zahlreiche Abrechnungen gefunden. Wie viele Leichenschauen die 50-Jährige zu hoch abrechnete, wird noch ermittelt. In allen Fällen wurde die Ärztin von der Polizei mit der Leichenschau beauftragt.

(sis/afp)

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