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Übernachten in Istanbul - Diese Viertel sind angesagt

21.8.2019 22:15 Uhr

Istanbul ist so reich an Sehenswürdigkeiten, dass man sie nicht an nur einem Tag erkunden kann oder sollte. Eine die individuellen Ansprüche erfüllende Unterkunft will gefunden werden. Bestimmte Stadtteile eignen sich für die Übernachtung besonders gut.

Auf der Museumsinsel

Sultanahmet ist das historische und kulturelle Herz der Millionenstadt am Bosporus. Es ist der älteste Stadtteil, der auch "Museumsinsel" genannt wird. Diesen Spitznamen verdankt Sultanahmed seiner Lage – Wasser umgibt es im Norden, Süden und Osten – und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten, die es beherbergt. Hierzu zählen die Blaue Moschee, der Topkapi-Palast und die Hagia Sophia. Der Stadtteil ist damit perfekt für alle, die zum ersten Mal in Istanbul sind. Sowohl Luxushotels als auch günstige Hostels können hier gebucht werden. Besonders authentisch lässt es sich in alten osmanischen Holzvillen übernachten. Da die Bars und Restaurants um Mitternacht schließen müssen, ist es nachts recht ruhig.

Bei den Partymeilen

Im Norden von Sultanahmed befindet sich mit Beyoglu einer der lebhaftesten Stadtteile, wo es ebenfalls Übernachtungsmöglichkeiten in den unterschiedlichen Preisklassen gibt. Tagsüber wird hier auf der anderthalb Kilometer langen Istiklal Cadesi, der Unabhängigkeitsstraße, eingekauft. Nachts werden in zahlreichen Clubs und Bars Partys gefeiert. Ein Besuchermagnet ist der Taksimplatz, auch aus architektonischen Gründen. Aufgrund verschiedener Cliquen, die sich dort nachts treffen, ist aber auch zu Vorsicht geraten. Grundsätzlich ist Beyoglu aber der perfekte Bezirk für jüngere oder junggebliebene Besucher, die das pulsierende Nachtleben mögen und denen nächtlicher Lärm nichts ausmacht.

Galata liegt nördlich des Goldenen Horns und ist prinzipiell ein Teil von Beyoglu, hat allerdings eine eigene Atmosphäre. Kopfsteinpflasterstraßen und neoklassizistische Gebäude sorgen für das besondere Flair. In den vergangenen Jahren hat sich das alte, geschichtsträchtige Galata zu einem der beliebtesten Stadtteile entwickelt. Es gibt gemütliche Pubs, trendige Cafés und Bars. Nachts geht es hier ähnlich lebhaft zu wie in Beyoglu.

In besonderer Atmosphäre

Karaköy liegt ebenfalls am Goldenen Horn. Ab 2010 hat sich das Hafenviertel von einer vernachlässigten Gegend zum Hipster-Bezirk gemausert. Seine aus der osmanischen Zeit stammenden Gebäude wurden mit Straßenkunst verziert, junge Designer haben Ateliers und Boutiquen eröffnet. Für die Übernachtung bieten sich sowohl Fünf-Sterne-Hotels als auch preiswertere, stylische Hostels an.

Sirkeci, das am Marmarameer liegt, ist Touristen bislang eher unbekannt. Neben Cafés und kleinen Geschäften haben sich hier gute Hotels verschiedener Preisklassen angesiedelt. Nachts ist es verkehrsbedingt nicht ganz so ruhig wie in Sultanahmed, es geht aber auch nicht so lebhaft zu wie in den erwähnten Partybezirken. Wer eine Unterkunft am Hafen bucht, schaut vom Zimmer aus auf die Galatabrücke und den Galataturm.

Dort besser nicht

Gemieden werden sollten die Stadtteile Aksaray, Kasimpasa und Dolapdere. Diese liegen zwar relativ zentral und bieten günstige Unterkünfte, allerdings ist die Polizei dort häufiger unterwegs, was dem Urlaubsgefühl nicht guttut.

(jk)

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