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Überlegt für SPD-Vorsitz zu kandidieren

12.7.2019 17:40 Uhr

Demnächst werden sich weitere Bewerber für das Amt des SPD-Parteivorsitzenden melden. Davon geht Generalsekretär Lars Klingbeil aus. In einem Interview mit "Zeit Online" äußerte er sich auch zu einer eigenen Kandidatur.

"Ich bekomme auch mit, dass mein Name das eine oder andere Mal zu lesen ist, was einen natürlich ehrt", sagte er. "Aber für mich gilt erst mal: Ich will das Verfahren auf den Weg bringen - und natürlich mache auch ich mir Gedanken. Aber alles zu seiner Zeit."

Bislang hat sich erst ein einziges Kandidatenteam für die SPD-Parteispitze gemeldet: Europa-Staatsminister Michael Roth und die ehemalige nordrhein-westfälische Familienministerin Christina Kampmann.

SPD-Vorsitz ist "ein großartiger Job"

Der SPD-Vorsitz sei "ein großartiger Job", sagte Klingbeil. Allerdings müsse es künftig mehr Rückhalt aus der Partei geben. Der Umgang der SPD mit ihren früheren Vorsitzenden, Andrea Nahles und Martin Schulz, habe ihn "total gefrustet", sagt er "Zeit Online".

Klingbeil verteidigte im Interview das Vorgehen seiner Partei bei der Suche nach einem neuen EU-Kommissionspräsidenten. Die 16 Europaabgeordneten der SPD hatten angekündigt, Ursula von der Leyen nicht wählen zu wollen. Deshalb sei die große Koalition in Berlin aber nicht ernsthaft in Gefahr: Die EU-Personalpolitik habe "nicht die Tragweite, deswegen eine Regierung zu beenden", sagte Klingbeil.

(an/dpa)