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Überfall auf deutsches Schiff: Nationalität der acht entführten Seeleute geklärt

18.8.2019 19:31 Uhr

Am Mittwoch wurde ein deutsches Frachtschiff vor Kamerun angegriffen. Acht Seeleute wurden entführt. Dabei handelt es sich um drei Russen, vier Filipino und einen Ukrainer. Dies geht aus einem Dokument der Hafenbehörden der kamerunischen Stadt Douala hervor.

Das Schiff des Hamburger Unternehmens MC-Schiffahrt war am Mittwoch von Piraten überfallen worden. Von einem griechischen Schiff entführten Piraten neun weitere Menschen.Das International Maritime Bureau (IMB), das Vorfälle und Daten zur Kriminalität auf den Meeren erfasst, hatte am Freitag mitgeteilt, es habe in den vergangenen Tagen Piraten-Überfälle auf zwei Schiffe vor der kamerunischen Küste gegeben. Neben dem deutschen Schiff sei auch ein griechisches in den Gewässern vor der kamerunischen Millionenstadt Douala angegriffen worden. Insgesamt seien dabei innerhalb weniger Stunden 17 Menschen entführt worden, darunter die acht Seeleute auf dem deutschen sowie neun Philippiner auf dem griechischen Schiff. Kamerunische Behörden bestätigten am Freitag die Zahl der Entführten. In Behördenkreisen hatte es zunächst geheißen, die Seeleute seien chinesischer und ukrainischer Herkunft. Das russische Außenministerium bestätigte Agenturberichten zufolge die Entführung von drei russischen Staatsangehörigen.

Warnung an alle Schiffe vor Duoala

Das Hamburger Unternehmen MC-Schiffahrt bestätigte am Freitag den Überfall auf sein Schiff "MarMalaita". Die Reederei machte zunächst keine Angaben zur Staatsbürgerschaft der entführten Seeleute. Nach IMB-Angaben fährt die "MarMalaita" unter der Flagge des Karibikstaates Antigua und Barbuda. Das IMB sprach eine Warnung an alle Schiffe an der Küste vor Douala aus.Laut IMB hat sich der westafrikanische Golf von Guinea in den vergangenen Jahren zum internationalen Brennpunkt von Piraten-Angriffen entwickelt. Von den insgesamt 75 Seeleuten, die weltweit in der ersten Hälfte dieses Jahres als Geiseln genommen wurden, wurden dem IMB zufolge 62 im Golf von Guinea entführt.

(be/afp)

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