Symbolbild: imago/Le Picorium

Über 60.000 Menschen aus IS-Hochburg befreit

17.3.2019 18:04 Uhr

In Syrien sind mehr als 60.000 Menschen aus der letzten Hochburg des IS befreit worden, teilte nun ein Militärsprecher mit. Etwa 34 000 Zivilisten seien seit Anfang Januar aus der Gegend um Al-Baghus im Osten Syriens gerettet worden, teilten die von den Kurden geführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) am Sonntag mit.

Zudem hätten sich 29.600 IS-Angehörige ergeben. Darunter seien neben Familienangehörigen auch 5000 Kämpfer.

Die aktuell laufende Militäroperation gehe derzeit nur langsam voran, teilte SDF-Sprecher Kino Gabriel bei einer Pressekonferenz am Sonntag mit. Die von den USA unterstützte Miliz geht davon aus, dass sich noch Zivilisten und Familienangehörige von IS-Kämpfern in dem umkämpften Gebiet aufhalten.

Unmenschliche Lage im Flüchtlingslager

Ein Großteil, der aus dem Kampfgebiet Evakuierten wurde in das Flüchtlingslager Al-Hol gebracht. Dort sind nach UN-Angaben allein in den vergangenen drei Wochen mehr als 30.000 Menschen angekommen. Die Lage dort sei unmenschlich, viele Menschen seien gezwungen, auf dem Boden zu schlafen. Das Lager sei vollkommen überfüllt.

Al-Baghus liegt am Fluss Euphrat an der Grenze zum Irak. Nach Angaben von Beobachtern ist es der letzte Ort, der sich noch unter Kontrolle der Dschihadisten befindet. Die internationale Anti-IS-Koalition unterstützt die SDF mit Luftangriffen.

(an/dpa)