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Ölpreise leicht gestiegen - Trotz Sanktionen gegen Venezuela

29.1.2019 19:28 Uhr

Nur moderat ist der Ölpreis am Dienstag gestiegen. Sanktionen der USA gegen den Ölsektor Venezuelas wegen der politischen Krise in dem südamerikanischen Land hatten laut Marktteilnehmern zunächst kaum Einfluss auf die Preise.

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 60,32 US-Dollar. Das waren 39 Cent mehr als am Montag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) stieg um 32 Cent auf 52,31 Dollar.

Sanktionen gegen Venezuela keine Überraschung

Marktteilnehmer zeigten sich wenig überrascht von der Verhängung amerikanischer Sanktionen gegen den venezolanischen Ölkonzern PDVSA. Ein derartiger Schritt sei im Grunde erwartet worden und am Markt bereits eingepreist gewesen, hieß es. Hinzu kommt, dass Venezuela mit einer Tagesproduktion von etwa 1,2 Millionen Barrel zwar kein unwichtiger Ölförderer ist. Allerdings hat sich die Produktion wegen der langjährigen Wirtschaftskrise in etwa halbiert. Die Bedeutung für den Weltmarkt ist entsprechend geringer.

Für Belastung sorgten am Ölmarkt zuletzt vor allem Sorgen um die Weltwirtschaft. Im Zentrum steht die zweitgrößte Volkswirtschaft China, deren Wachstum sich beständig abschwächt. Das Land ist mit den USA weltgrößter Ölverbraucher und damit von entscheidender Bedeutung für die globale Rohölnachfrage.

(an/dpa)