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Älteste Orang-Utan-Dame lebt im Hamburger Zoo

26.6.2019 10:38 Uhr

1964 wurde "Bella" in Indonesien gefangen. Damals war sie drei Jahre alt. Heute ist die Orang-Utan-Dame stolze 58 Jahre - und lässt sich vom Trubel im Affenhaus nicht beeindrucken. Am liebsten mag sie Grießbrei mit einem Schuss Maggi, warmen Tee und den höchsten Sitzplatz im Affenhaus. Die rothaarige Bella gilt dem Hamburger Tierpark Hagenbeck zufolge als der wohl älteste Orang-Utan der Welt.

Im April ist die Primatin 58 Jahre alt geworden. Üblicherweise werden diese Affen nach Tierpark-Angaben in freier Wildbahn maximal 50 Jahre alt. Bella lebt seit 1964 in menschlicher Obhut. Etwa drei Jahre alt war sie, als sie im Dschungel Indonesiens gefangen und nach Hamburg an die Hagenbecks verkauft wurde. Seitdem hat sie im Zoo sechs Kinder geboren und zudem drei Adoptivkinder aufgezogen.

Die betagte Affendame war lange Zeit der ranghöchste weibliche Orang-Utan der Gruppe. Als ehrlich, umsichtig, neugierig, intelligent, liebevoll und niemals aggressiv beschreiben die Tierpfleger des Zoos die Äffin aus Sumatra. Seit einigen Jahren aber - seit sie immer mehr Zähne verloren hat und deshalb nicht mehr wehrhaft genug ist - gilt sie als rangniedrigste der Gruppe.

Extra-Würste für Bella

Seitdem genießt sie gelassen ihren Ruhestand und ist meist in den Baumwipfeln des Affenhauses zu finden. Wenn ihr der Trubel im Gehege zu viel wird, klopft sie an eine Tür und wird von einem der Tierpfleger in einen ruhigeren Raum gelassen. Für die älteste Orang-Utan-Dame der Welt gibt es natürlich auch Extra-Würste. Oder besser gesagt: Extra-Kisten. Jeden Abend bekommt die Seniorin nämlich eine zusätzliche Kiste mit Obst, Gemüse und Grießbrei - Dinge, die Bella auch mit nur noch drei Zähnen essen kann. Die Geschmacksrichtung des Breis wechselt nach Angaben des Tierparks täglich. Neben dem herzhaften Maggi-Geschmack mag die Orang-Utan-Dame auch gern einen Schuss süßen Sirup oder Honig.

Orang-Utans können bis zu 1,40 Meter groß und 90 Kilogramm schwer werden. Sie ernähren sich von Früchten, Blättern, Ameisen und Vogeleiern. Wälder sind ihr natürlicher Lebensraum. Die Primaten sind vom Aussterben bedroht.

(be/dpa)

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