dpa

Ägypten feuert Trainer Aguirre

7.7.2019 16:18 Uhr

Der ägyptische Fußballverband (EFA) hat nach dem Aus im Achtelfinale beim Afrika Cup zum Rundumschlag ausgeholt. Zuerst wurde der mexikanische National-Coach Javier Aguirre gefeuert und dann feuerte sich Verbandspräsident Hani Abu Raida quasi selbst, indem er seinen Rücktritt erklärte. Zudem appellierte er an alle Mitglieder des Verbandsvorstandes, ebenso den Rücktritt einzureichen. Vielleicht täte in der Zukunft mehr an konzentrierter Arbeit sowie fußballerischem Sachverstand und weniger an Drama gut.

Verbandspräsident Hani Abu Raida erklärte zudem nur Stunden nach der 0:1-Niederlage bei dem Heim-Turnier gegen Südafrika seinen Rücktritt. Ägypten hatte den Afrika Cup zuvor siebenmal gewonnen, das Team um Champions-League-Sieger Mohamed Salah war auch in diesem Jahr als Favorit an den Start gegangen.

Kollektiven Rücktritt gefordert

Abu Raida rief auch sämtliche Mitglieder des EFA-Vorstands zum Rücktritt auf. Er empfinde eine "moralische Verantwortung", obwohl die EFA ihren Verpflichtungen nachgekommen sei, teilte Abu Raida mit. Aguirre hatte die Nationalmannschaft erst im August 2018 übernommen. "Ich bin verantwortlich. Ich bin der, der die Spieler auswählt, über die Einwechselungen entscheidet und den Plan aufstellt", hatte der Mexikaner nach dem Spiel eingestanden.

Den Siegtreffer für Südafrika hatte Thembinkosi Lorch nach einem Konter in der 85. Minute erzielt. Für Ägypten kommt das Aus beim wichtigsten afrikanischen Turnier ein Jahr nach dem Debakel bei der WM in Russland. Dort hatte Ägypten alle drei Partien der Vorrunde verloren.

(ce/dpa)

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