AP/dpa/David Zalubowski

Amoklauf in US-Schule: Ein Toter, acht Verletzte

8.5.2019 8:33 Uhr

Am Dienstag drangen ein bewaffneter Jugendlicher und ein junger Erwachsener in eine Schule in der Nähe von Denver ein und töteten einen 18-Jährigen durch Schüsse. Acht Schüler wurden verletzt. Die Schule ist nur acht Kilometer von der Columbine High entfernt, wo vor 20 Jahren das schlimmste Schulmassaker der US-Geschichte geschah.

Die mutmaßlichen Schützen waren demnach ein Jugendlicher und ein junger Erwachsener, die ebenfalls die Schule besuchten. Sie wurden festgenommen. Offenbar konnte durch das schnelle Eintreffen der Sicherheitskräfte eine höhere Opferzahl verhindert werden. Der Amoklauf ereignete sich an einer Schule in der Stadt Highlands Ranch in der Nähe von Denver. Der zuständige Sheriff des Bezirks Douglas County, Tony Spurlock, hatte zunächst im Kurzbotschaftendienst Twitter erklärt, es gebe acht Verletzte, von denen einige in Lebensgefahr schwebten. Dabei handelte es sich ausschließlich um Schüler. Der jüngste Verletzte war 15 Jahre alt.

An zwei Orten das Feuer eröffnet

Die Verdächtigen seien "tief" in das Schulgebäude eingedrungen und hätten an zwei Orten das Feuer eröffnet, erklärte Spurlock. Der Angriff fand in dem Teil des Schulgeländes statt, in dem die High School untergebracht ist. Die Schule wird von rund 1800 Kindern und Jugendlichen unterschiedlicher Altersklassen besucht.Die Schule habe umgehend die Sicherheitskräfte verständigt. Polizisten erreichten den Tatort zwei Minuten später. Er gehe davon aus, dass das rasche Eingreifen der Beamten "dabei half, Leben zu retten", sagte der Sheriff. Ein Großaufgebot der Polizei durchkämmte die Schule auf der Suche nach weiteren möglichen Angreifern und brachte die Kinder und Jugendlichen in Sicherheit. Die Schule wurde für mehrere Stunden gesperrt und war erst gegen 15.00 Uhr (Ortszeit, 23.00 Uhr MESZ) wieder zugänglich.Laut Spurlock lagen zunächst keine Informationen darüber vor, ob die Angreifer ein bestimmtes Ziel hatten. Am Tatort wurde eine Handfeuerwaffe gefunden. Die Sicherheitsvorkehrungen an den Schulen in der Umgebung wurden verschärft.

Denver kommt nicht zur Ruhe

Nur acht Kilometer entfernt liegt die Columbine High School, in der vor 20 Jahren zwei Jugendliche zwölf Mitschüler und einen Lehrer erschossen und 24 weitere Menschen verletzt hatten. Anschließend töteten die Täter sich selbst. Es war das bis dahin schlimmste Schulmassaker der US-Geschichte, später folgten noch schlimmere Gewalttaten.

(be/afp)

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