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Amazon-Gründer Bezos wirft Boulevardblatt "National Enquirer" Erpressung vor

8.2.2019 7:05 Uhr

Nach der Enthüllung über seine Affäre ließ Jeff Bezos Ermittlungen vornehmen, wer dahintersteckt und ob es politische Motive für die Enthüllung gäbe. Jetzt soll der Amazon-Gründer mit intimen Fotos von ihm erpresst werden - vom Herausgeber des "National Enquirer", der American Media Inc. (AMI), deren Chef Pecker für seine Nähe zu Präsident Trump und saudischen Verbindungen bekannt ist.

Der Milliardär schrieb am Donnerstag auf der Blogging-Plattform Medium, der "National Enquirer"-Herausgeber American Media Inc. (AMI) habe mit der Veröffentlichung von Bildern gedroht, die er seiner Geliebten geschickt hatte. AMI habe gefordert, dass Bezos Ermittlungen zu einer Enthüllungsgeschichte zu seinem Privatleben beende.

Private Textbotschaften - doch woher?

Der "National Enquirer" hatte im Januar die außereheliche Affäre des Amazon-Chefs mit der früheren Nachrichtensprecherin Lauren Sanchez enthüllt. Das Skandalblatt veröffentlichte dabei private Textbotschaften zwischen den beiden. Bezos beauftragte daraufhin Privatdetektive herauszufinden, wie es zu der Enthüllung kommen konnte - und ob möglicherweise politische Motive dahinter stecken.

Am Donnerstag schrieb der reichste Mann der Welt, AMI habe ihn aufgefordert öffentlich zu erklären, er habe keine Anhaltspunkte für ein politisches Motiv oder einen "Einfluss politischer Kräfte" hinter der Enthüllungsgeschichte. Im Gegenzug würden die intimen Bilder nicht publiziert.

Verbindungen zwischen David Pecker und Präsident Trump

Der Amazon-Gründer wies auf die engen Verbindungen zwischen AMI-Chef David Pecker und US-Präsident Donald Trump hin. Pecker hat zugegeben, Trump im Wahlkampf 2016 mit der Abwicklung einer Schweigegeldzahlung an eine angebliche frühere Sexpartnerin geholfen zu haben.

Bezos, dem auch die angesehene US-Zeitung "Washington Post" gehört, ist von Trump immer wieder im Kurzbotschaftendienst Twitter attackiert worden. Der Milliardär verwies auch auf Verbindungen von AMI nach Saudi-Arabien.

Nicht vor "Erpressung kapitulieren"

Er wolle nicht vor "Erpressung kapitulieren", auch wenn ihm jetzt peinliche Enthüllungen drohten, schrieb Bezos. "Natürlich will ich nicht, dass persönliche Fotos veröffentlicht werden. Aber ich werde mich auch nicht an ihrer bekannten Praxis von Erpressung, politischen Gefälligkeiten, politischen Angriffen und Korruption beteiligen."

Bezos und seine Ehefrau MacKenzie hatten Anfang Januar in einer gemeinsamen Erklärung ihre Scheidung angekündigt

(be/afp)

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