Alex Talash

Altpapiertonne verursacht Brand neben Moschee in Hagen

27.5.2019 12:04 Uhr

In Hagen kam es am Samstag zu einem Einsatz der Feuerwehr. Im Durchgang zu einer Moschee hatte eine Altpapiertonne Feuer gefangen. Videoaufnahmen einer Überwachungskamera zeigten einen Mann mit zwei Hunden, der kurz vor dem Brand den Durchgang nutzte. Die Behörden konnten den Mann ermitteln. Es handelt sich dabei um einen 52-Jährigen, der auch vorläufig festgenommen wurde. Nach einer Befragung kam er wieder auf freien Fuß, da zwar ein Tatverdacht wegen Fahrlässigkeit vorläge, aber keine zwingenden Haftgründe, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

In einem Hagener Mehrfamilienhaus, in dem auch eine Moschee angesiedelt ist, kam es am Samstagvormittag zu einem Brand. Das Feuer ging nach Behördenangaben von einer Mülltonne mit Altpapier aus. Überwachungskameras zeigten einen Mann mit zwei Hunden an der Leine, der den Durchgang vor dem Feuer betrat, sich kurz dort aufhielt und das Areal dann wieder verließ. Kurz danach brach das Feuer aus. Aufgrund der Videoaufnahme der Überwachungskamera konnte der 52-Jährige recht schnell ermittelt, vorläufig festgenommen und befragt werden. Dabei handelt es laut Angaben aus Polizeikreisen um einen Mann aus dem Drogenkonsumentenmilieu und eine Vorsatztat wird von den ermittelnden Behörden stark angezweifelt, beziehungsweise nahezu ausgeschlossen.

Feuerwehr war schnell zur Stelle und löschte den Brand

Das Feuer konnte zeitnah gelöscht werden und es gab keinen Personenschaden. Der Sachschaden wurde auf rund 20.000 Euro beziffert, da Zwischendecken und Wände von der Feuerwehr aufgestemmt werden mussten und der Eingangsbereich des Mehrfamilienhauses in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Brandschutz musste prüfen, ob sich Glutnester gebildet hatten. Die Gebetsräumlichkeiten der Moschee wurden nicht beschädigt.

Da sich in Brandnähe eine Moschee befindet, hat der Staatsschutz sich in die Ermittlungen eingeklinkt. Laut Staatsanwaltschaft und Polizei ist bisher nicht klar, ob es sich bei dem Feuer in der Altpapiertonne um einen vorsätzlich gelegten Brand oder eine Fahrlässigkeit gehandelt habe. Seitens der Moschee-Betreiber wurde zeitnah von einem Anschlag gesprochen. Eine Sichtweise, der sich die Behörden aufgrund des Ermittlungsstandes so nicht anschließen wollten. Der Hintergrund des Täters passt laut Ermittlungsbehörden so gar nicht zum Vorwurf der "Islamophobie", der vorschnell von Betroffenen geäußert wurde.

Die Polizei ist weiterhin auf der Suche nach Zeugen, die möglicherweise sachdienliche Hinweise geben können.

(Hürriyet.de)