Symbolbild: imago images / Essler

Als schädlich geltende Biberratten erweisen sich in Igdir als umweltfreundlich

5.7.2020 23:00 Uhr

Biberratten, die zu den schädlich-verbreitenden Tierarten gehören und unter den Menschen als „mysteriöse Mäuse“ bekannt sind, leben in der östlichen Provinz Igdir, ohne die Natur zu schädigen.

Normalerweise kommen die Biberratten aus Südamerika, wurden aber vor einigen Jahren in die Türkei nach Igdir zu einer Pelzproduktionsfirma gebracht. Dort konnten sich die Tiere jedoch befreien, einige wurden sogar freigelassen und haben sich seitdem im Schilf von Karasu und Bulakbasi niedergelassen.

Die Biberratten, auch „Nutria“ (im türkischen „Koypu“) genannt, konnten sich laut Emrah Coban, Wissenschaftskoordinator der Kuzeydogu Association, an die Feuchtgebiete in Igdir anpassen.

Die Nutria, die normalerweise als schädliche Tiere gelten, da sie vor allem für ihre schnelle Fortpflanzung bekannt sind, überleben unter Igdirs Klimabedingungen, indem sie sich dort langsamer vermehren als in anderen Regionen. Die Tiere brüten zwar bequem weiter, ernähren und vermehren sich aber hier auf harmlose Art und Weise, sodass sie für die Natur nicht schädlich sind.

Nichtsdestotrotz sollen die Tiere in der Region ständig beobachtet werden, sodass dieser Stand weiterhin so aufrechterhalten bleibt.

(gi)

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