epa/Aleksandar Plavevski

Alibaba geht an die Börse in Hongkong

20.11.2019 16:20 Uhr

Alibaba, der chinesische Internetgigant, muss bei seinem Börsengang in Hongkong kleinere Brötchen backen als er sich Medienberichten zufolge erhofft hatte. Insgesamt plant der Amazon-Konkurrent beim Gang aufs Parkett 11 Milliarden US-Dollar (9,9 Mrd Euro) einzunehmen, wie das Unternehmen am Mittwoch in Hangzhou mitteilte. Zuletzt war in Medien von bis zu 15 Milliarden Dollar die Rede gewesen.

Die 500 Millionen Aktien sollen zu einem Stückpreis von 176 Hongkong-Dollar (20,30 Euro) ausgegeben werden. Das wäre der größte Börsengang in Hongkong seit 2010. Auch gebe es die Möglichkeit, weitere 75 Millionen Aktien anzubieten.

Die Einnahmen will das Unternehmen nutzen, um weiterzuwachsen und die Digitalisierung voranzutreiben. Die Aktien sollen ab dem 26. November gehandelt werden.

Genugtuung für Hongkong

Alibaba ist bereits seit 2014 an der New Yorker Börse gelistet und ist dort soviel wert wie kein anderes asiatisches Unternehmen. Es war der bisher größte Börsengang überhaupt mit Einnahmen von 25 Milliarden Dollar. Der Rekord könnte demnächst durch den geplanten Börsengang des saudi-arabischen Ölkonzerns Aramco übertroffen werden.

Für die Börse in Hongkong ist der Alibaba-Börsengang eine Genugtuung, nachdem der Börsenbetreiber bereits zahlreiche namhafte Technologiekonzerne aus China an den US-Rivalen verloren hat.

Alibaba hatte den Börsengang eigentlich Insidern zufolge bereits für den Sommer geplant. Doch dann brachen in Hongkong heftige Proteste und Unruhen aus. Zudem drückte der Handelsstreit zwischen den USA und China auf die Stimmung am Markt.

(an/dpa)

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