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Algerier legt nach Lyon-Anschlag Geständnis ab

30.5.2019 12:08 Uhr

Aufgrund von am Tatort gefundener DNA-Spuren konnte die französische Polizei im Fall des Bombenanschlags von Lyon einen Hauptverdächtigen ausmachen und festsetzen. Der algerische Student hat sich eingelassen und die Tat gestanden. Er ist wie seine Familie im Polizeigewahrsam, wird weiter befragt und dadurch gibt es neuer Erkenntnisse der französischen Behörden.

Der Hauptverdächtige des Anschlags in Lyon hat ein Geständnis abgelegt. Der 24-Jährige habe den Bau des Sprengsatzes eingeräumt, verlautete am Mittwoch aus Ermittlerkreisen. Der Student aus Algerien war am Montag festgenommen worden. Auch seine Eltern und sein Bruder befinden sich in Polizeigewahrsam.Bei der Explosion einer Paketbombe in der Altstadt von Lyon waren am Freitag 13 Menschen leicht verletzt worden.

Lyon-Attentäter hatte Bezug zu Dschihadisten

Der Täter hatte die mit Schrauben und Metallkugeln gefüllte Tasche in einer Fußgängerzone in der Altstadt von Lyon deponiert. Die Anti-Terror-Abteilung der Pariser Staatsanwaltschaft übernahm die Ermittlungen in dem Fall. Aus Ermittlerkreisen hieß es, am Tatort gefundene DNA-Spuren hätten dem Hauptverdächtigen zugeordnet werden können. Bei einer Durchsuchung der Wohnung der Familie in einem Vorort von Lyon sei zudem Material gefunden worden, das mutmaßlich für die Herstellung von Sprengstoff genutzt wurde.

Die Ermittler vermuten, dass der Attentäter kleine Mengen des Sprengstoffs TATP verwendete. Die hochexplosive Substanz wird häufig von Dschihadisten eingesetzt, etwa bei den Pariser Anschlägen im November 2015 mit 130 Toten. Die Auswertung eines sichergestellten Computers ergab zudem, dass auf dem Rechner Internetrecherchen im Zusammenhang mit dem Dschihad und der Herstellung von Sprengkörpern durchgeführt wurden.

(ce/afp)