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Aleksander Ceferin als UEFA-Präsident wiedergewählt

7.2.2019 13:18 Uhr

Aleksander Ceferin ist als UEFA-Präsident wie erwartet wiedergewählt worden. Der Slowene wurde beim Kongress der Europäischen Fußball-Union in Rom per Akklamation für vier Jahre im Amt bestätigt.

Ceferin führt den Kontinentalverband seit September 2016. Damals setzte er sich unterstützt vom Deutschen Fußball-Bund in einer Kampfabstimmung gegen den Niederländer Michael van Praag durch und übernahm die Nachfolge des gesperrten Michel Platini. Zuvor war der 51 Jahre alte Jurist auf der internationalen Funktionärsbühne kaum in Erscheinung getreten. Als UEFA-Chef ist er per Statuten auch Vizepräsident im Weltverband FIFA.

WM 2030 das große Ziel

Kurz nach seiner Wiederwahl bekundete Ceferin erneut seinen Willen, die WM 2030 nach Europa zu holen. "Mit unserer wiederhergestellten Einheit werden wir alles tun, um die Weltmeisterschaft 2030 auf unseren Kontinent zu bringen", sagte er. 2022 findet die WM in Katar statt. Für 2026 erhielten Mexiko, die USA und Kanada gemeinsam den Zuschlag durch den Fußball-Weltverband FIFA.

Interesse an dem Turnier 2030 hatten bereits England, Wales, Schottland, Nordirland und Irland geäußert. Einen entsprechenden gemeinsamen Bewerbungsplan gibt es auch von Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Serbien. Einer von Politikern propagierten gemeinsamen Kandidatur von Spanien und Portugal mit Marokko hatte Ceferin bereits eine Absage erteilt. "Ich bin kein Freund transkontinentaler Kandidaturen", sagte er beim Exekutivtreffen im Dezember in Dublin.

Außerhalb Europas ist eine Bewerbung von Argentinien, Uruguay und Paraguay geplant, in Erinnerung an die Premieren-WM 1930 in Uruguay. Die Entscheidung über den WM-Gastgeber trifft der FIFA-Kongress in der Regel acht Jahre vor dem Turnier.

Auch Grindel wiedergewählt

Derweil ist auch DFB-Präsident Reinhard Grindel im Amt bestätigt worden und sitzt bis mindestens 2023 für die UEFA im Council des Weltverbands FIFA. Der 57-Jährige wurde in Rom ohne Gegenkandidat in seiner Rolle als einer der neun UEFA-"Außenminister" in der FIFA bestätigt. Erstmals ins FIFA-Council entsandt worden war Grindel im April 2017, damals übernahm er das Mandat seines zurückgetretenen DFB-Vorgängers Wolfgang Niersbach.

"Ich würde mich freuen, wenn wir in der Zusammenarbeit zwischen FIFA und UEFA zu einem konstruktiven Miteinander kommen", hatte Grindel im Vorfeld des Kongresses gesagt: "Das setzt natürlich auch voraus, dass mit Transparenz und mit Rücksicht auf die europäischen Interessen vonseiten der FIFA vorgegangen wird."

Im Exekutivkomitee der UEFA sitzt Grindel ebenfalls seit April 2017. Außerdem ist der frühere Bundestagsabgeordnete der CDU UEFA-Vizepräsident.

(bl/dpa/afp)