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Albanien: Botschafter des Irans ausgewiesen

20.12.2018 14:18 Uhr

Albanien hat den Botschafter des Irans und einen seiner Mitarbeiter des Landes verwiesen. Dies berichtete die staatliche albanische Nachrichtenagentur ATA am Donnerstag. Das albanische Außenministerium berief sich auf eine "Beeinträchtigung der nationalen Sicherheit", die von den beiden Diplomaten ausgegangen sei, ohne auf Einzelheiten einzugehen.

Der Schritt erfolgte offenbar auf Wunsch der USA, eines engen Verbündeten des Nato-Mitgliedslandes Albanien. US-Präsident Donald Trump begrüßte die Entscheidung in einem Brief an den albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama. "Die Führerschaft, die Sie mit der Ausweisung des iranischen Botschafters bewiesen haben, veranschaulicht unsere gemeinsamen Anstrengungen, der Regierung im Iran zu zeigen, dass ihre terroristischen Aktivitäten in Europa und der ganzen Welt schwere Konsequenzen haben werden", schrieb Trump.

Zusammenhang mit den Mudschaheddin?

Der Brief wurde auch auf der Facebook-Seite der US-Botschaft in Tirana veröffentlicht. Medien in Albanien mutmaßten, dass die Ausweisung der iranischen Diplomaten mit der Umsiedlung von Angehörigen der iranischen Exil-Gruppe der Volksmudschaheddin nach Albanien im Zusammenhang stehen könnte.

Die Volksmudschaheddin hatten bis 2003 als bewaffnete Miliz vom benachbarten Irak aus mit zum Teil terroristischen Mitteln gegen die Mullah-Herrschaft im Iran gekämpft. Nach dem US-Einmarsch im Irak und der Herausbildung einer zunehmend iranfreundlichen politischen Führung im Irak wurde ihre Lage dort immer unhaltbarer. Viele von ihnen wurden bei Angriffen irakischer Sicherheitskräfte auf ihre Lager getötet.

Seit 2013 nimmt Albanien auf Wunsch der USA Angehörige der Volksmudschaheddin auf. Rund 2.000 der unbewaffneten Ex-Milizionäre, die der Gewalt abgeschworen haben, leben in einer Anlage nahe der Stadt Durres im Norden des Landes.

(an/dpa)

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