Hürriyet

Alarmierende Zahlen: Istanbul verliert immer mehr Wald- und Naturgebiet

6.9.2020 20:27 Uhr

Es sind alarmierende Zahlen: Istanbul hat in den vergangenen 25 Jahren ein Viertel seiner landwirtschaftlichen Nutzflächen und ein Fünftel seiner Waldgebiete verloren. Und die Tendenz ist steigend. Das geht aus einer Analyse der städtischen Umweltbehörde hervor.

Demnach sei die städtische Entwicklung der Bosporusmetropole seit den 1980er Jahren stark fortgeschritten, weshalb vor allem im Norden der Stadt große Waldgebiete gerodet wurden. Hinzu kommt, dass fast 100 Quadratkilometer Waldfläche und neun Quadratkilometer landwirtschaftliche Nutzfläche dem Bau des Istanbuler Flughafens, der Yavuz-Sultan-Selim-Brücke und der nördlichen Marmara-Autobahn zum Opfer gefallen sind. Betrug die Waldfläche 1995 noch 285.000 Hektar, liegt sie heute bei 238.000 Hektar.

Erdbebengefahr in Istanbul

Ein weiterer Aspekt des Berichts beschäftigt sich mit der Erdbebengefahr in Istanbul. Wie es heißt, würden 70 Prozent der 16 Millionen Einwohner in gefährdeten Zonen leben. 100.000 Wohnungen wären zudem in einem maroden Zustand und würden bei einem Beben der Stärke 7,5 schwer beschädigt.

Die Türkei gehört zu einem der erdbebengefährdetsten Länder der Welt, weil unterirdisch viele aktive Verwerfungslinien verlaufen. Fast täglich ereignen sich kleinere oder mittlere Beben. Experten sagen schon seit Jahren ein schlimmes Erdbeben in Istanbul voraus und fordern ein umfassende Sicherungskonzept für Bürger und Gebäude.

(bl)

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