DHA

Alanyaspor nach Sieg bei Fraport Antalyaspor wieder Tabellenführer der Süper Lig

22.11.2020 19:47 Uhr

Fünf Partien fanden am Sonntag in der türkischen Süper Lig statt. Den Auftakt machten Hatayspor und Rizespor mit einem 2:2. Danach schlug Göztepe Izmir Hauptstadt-Klub Ankaragücü klar mit 3:1. Als weitere Nachmittagspartie siegte Konyaspor ebenso klar mit 3:1 gegen Kasimpasa. Am Abend siegte dann Trabzonspor knapp mit 1.:0 gegen Aufsteiger Erzrumspor und das Provinzduell zwischen Fraport Antalyaspor und Alanyaspor endete mit einem 0:2 für die Gäste, die dadurch Tabellenerster wurden und an Fenerbahce vorbeizogen.

Den Auftakt zum Matchsonntag in der türkischen Süper Lig machten Hatayspor und Rizespor. Dabei geriet der Aufsteiger schnell 0:1 ins Hintertreffen und das durch ein Eigentor von Mame Diouf (12. Minute). Das egalisierte Rayane Aabid (35. Minute) mit dem 1:1 noch vor dem Seitenwechsel zur Halbzeit. Fernando Boldrin (64. Minute) stellte den alten Abstand durch das 1:2 wieder her und es sah so aus, als würde Rize die drei Punkte aus Hatay mitnehmen, um sich weiter im Top-Bereich der Liga festzusetzen. Doch durch reichlich Nachspielzeit gelang Hatayspor durch Aaron Boupendza (90.+7 Minute) noch der Last-Minute-Ausgleich zum 2:2. Damit bleiben beide Teams Tabellennachbarn im Mittelfeld.


Göztepe fährt klaren Heimsieg gegen Ankaragücü ein

Eher gemächlich ging es lange Zeit in Konya zu, wo sich Konyaspor und Kasimpasa aus Istanbul zum sonntäglichen Schlagabtausch trafen. Aytac Kara (17. Minute) ließ die Gäste mit der Führung zum 0:1 früh jubeln. Konya blieb stets gefährlich und das zahlte sich kurz nach dem Seitenwechsel aus. Nejc Skubic (48. Minute) besorgte für die Hausherren das 1:1. Hoch her ging es in der 89. Minute. Freistoß von der rechten Seite, der vor die Hütte in die Box segelte. Da stand Musa Cagiran goldrichtig am zweiten Pfosten und sein "Bewacher" Florent Hadergjonaj mutierte zum Geleitschutz – mit einem satten Kopfball zappelte das Leder zum 2:1 im Netz. Dabei blieb es bis zum Schluss.


Viel Grund zum Jubel hatte Göztepe Izmir im Heimspiel gegen Ankaragücü. Cherif Ndiaye (10. Minute) eröffnete das muntere Toreschießen zum 1:0 für GözGöz, wodurch die Geschichte der ersten Hälfte auch erschöpfend erzählt war. Halil Akbunar (62. Minute) erhöhte auf 2:0, bevor dann Cherif Ndiaye (67. Minute) den Doppelpack zur Vorentscheidung mit dem 3:0 schnürte. In der Nachspielzeit gestaltete Torgeir Borven (90.+2 Minute) das Ergebnis etwas angenehmer für die Gäste aus der türkischen Hauptstadt. Er stand nach sehenswertem Zuspiel mit der Hacke völlig frei vor Keeper Irfan Can Egribayat und schob lässig zum 3:1 ein. Das war auch der Endstand dieser Partie.


Trabzonspor siegt beim "Schlickrutschen" und Alanyaspor gewinnt das Provinzduell gegen Fraport Antalyaspor

Mit geballter Deutschland-Power versuchte Fraport Antalyaspor dem Provinznachbarn Alanyaspor in die Suppe zu spucken und ihnen mit einem Auswärtssieg den Sprung an die Tabellenspitze zu vermiesen. Ex-Bayernspieler Lukas Podolski, Ex-BVB-Kicker Nuri Sahin, der frühere Schalker Sidney Sam und Amilton, der mal bei den Löwen von 1860 München kickte, standen in der Startelf. Das Gegenhalten klappte auch recht gut – bis in die zweite Hälfte. Da war es dann Salih Ucan (55. Minute), der sicher sehr zum Leidwesen der Fans von Fenerbahce traf – 0:1. Dicker kam es für Antalya in der 68. Minute, denn da durfte Hakan Özmert mit der Gelb-Roten unter die Dusche. In Unterzahl einen Rückstand aufzuholen gehört nun nicht zu den leichtesten Übungen. Und die Überzahl wurde von den Gästen genutzt. Berkan Kutlu (84. Minute) schraubte mit dem 0:2 im Grunde den Deckel drauf und machte klar, dass Alanyaspor Fenerbahce in der Tabelle überholen würde, um sich den Platz an der Sonne in der Süper Lig zu sichern.


Für Trabzonspor und seinen neuen Coach Abdullah Avci war es gegen Aufsteiger Erzurumspor an der Zeit, endlich mal einen Sieg einzufahren. Dazu stellte Caleb Ekuban (23) auch früh die Weichen mit seinem Treffer zu 1:0. Glück hatte man dann, als der VAR einen Treffer von Erzurmspor wegpfiff. Trabzonspor hatte, wie auch Erzurmspor, in der Folgezeit reichlich gute Chancen, das Ergebnis hochzuschrauben. Auf beiden Seiten ging man aber absolut sträflich leichtsinnig mit Großchancen um und versemmelte sie teilweise im Minutentakt. Das kann natürlich auch am strömenden Regen gelegen haben, der den Platz an der Schwarzmeerküste zu einer Schlammlandschaft machte. Selbst Abdullah Avci rutschte an der Seitenlinie aus und fiel auf den verlängerten Rücken. Vor dem Kasten von Ugurcan Cakir konnte man in der zweiten Hälfte bequem Schlammbäder nehmen. So basierten viele Aktionen auf dem Platz noch mehr auf Zufall, als das sonst der Fall ist. Beide Teams schafften es nicht, aus der Situation ihren Nutzen zu ziehen – mit tückischen Weitschüssen zum Beispiel. Man wollte das Runde ins Eckige tragen und das ist bei solchen Platzverhältnissen garantiert nicht unter den Top 10 der besten Pläne. Hohe Flanken sehen zwar nice aus, aber so ein Hämmerchen aus Reihe zwei, drei oder gar vier wäre wahrscheinlich erfolgversprechender gewesen, wenn die Kugel nass und flutschig ist oder bei einem Aufsetzer fiesen Drall bekommt. So blieb es am Ende bei 1:0 für Trabzonspor und man hatte die inoffizielle "Schlickrutscher-Meisterschaft" an der Schwarzmeerküste gewonnen.

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(ce)

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