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Alanya gewinnt VAR-unterstützte Elfer-Show

10.3.2019 15:19 Uhr, von Christian Ehrhardt

Alanyaspor traf im frühen Nachmittagsspiel am Sonntag auf Kellerkind Erzurumspor. Und wer dachte, das würde eher eine mäßige Partie ohne große Spannung, der sah sich getäuscht. Der Videoschiedsrichter hatte das Spiel fest im griff und sorgte in der zweiten Hälfte für vier Elfmeter. Papiss Demba Cisse verballerte davon gleich zwei und so endete das Spiel mit 2:1 für Alanyaspor.

Alanyaspor startete druckvoll in die Partie. Erzurumspor versuchte sich zu befreien und selbst nach vorne zu arbeiten. Das schaffte den nötigen Raum, der in der 9. Minute beinahe zur Führung der Hausherren geführt hätte. Papiss Demba Cisse erhielt den Ball auf der linken Angriffsseite in der Box, spielte zu Karaca in der Mitte und der brachte wieder Cisse ins Spiel, der die Kugel trocken versenkte. Hier musste der Video-Schiedsrichter befragt werden und der stellte korrekt fest, dass Cisse im Moment der Ballabgabe von Karaca im Abseits war – kein Tor und weiter 0:0. In der 20. Minute erneut die Chance zur Führung nach einer Ecke. Welinton Silva stieg am höchsten, aber der Pfosten verhinderte die Führung der Hausherren. Kurz vor Ende der ersten Halbzeit funktionierte dann das, was in der 9. Minute noch daneben ging – das Duo Karaca und Cisse schlug zum 1:0 in fast identischer Manier zu. Diesmal gabs kein Abseits und das Tor zählte. Mit der Führung für Alanya ging es dann auch in die Pause.

Ein VAR-Elfmeterfestival in der zweiten Halbzeit

Was in der zweiten Hälfte passierte, kann sich so nicht einmal der Regisseur eines Filmes ausdenken. Es startete in der 50. Minute. Der VAR griff ein und es gab Elfer für Alanyaspor. Kann man pfeifen, muss man aber sicherlich nicht. Cisse trat an – und scheiterte. Ibrahim Sehic hatte die Ecke geahnt. Keine neun Minuten später hatte der Video-Ref seinen nächsten Auftritt – wieder Elfer für Alanyaspor. Auch hier ein Strafstoß der Kategorie "naja". Welinton Silva machte es besser als zuvor Cisse und nagelte das Leder zum 2:0 in die Maschen. Doch wer dachte, damit sei die VAR-Party beendet, der irrte.

In der 77. Minute gab es den nächsten Elfer. Diesmal für Erzurumspor. Gilles Sunu tart an und versenkte den Ball zum 2:1-Anschlusstreffer. Nun musste es das aber gewesen sein? Nein, das war es noch nicht. In der dritten Minute der Nachspielzeit zeigte der Unparteiische wieder auf den Punkt und Cisse dachte sich wohl, diesmal würde es dann doch klappen. Nein, tat es nicht, sondern er prügelte den Ball in die Wolken. Damit war das Spiel dann auch vorbei und Alanyaspor hatte das Elfer-Festival mit 2:1 gewonnen.

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