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Aktionäre verweigern UBS-Führung die Entlastung

2.5.2019 15:17 Uhr

Wegen des milliardenschweren Rechtsstreit in Frankreich haben die Aktionäre der Schweizer Bank UBS einen Schuss vor den Bug gesetzt. Sie verweigerten der Führung der Schweizer Großbank um Unternehmenschef Sergio Ermotti und dem Verwaltungsrat um den ehemaligen Bundesbank-Präsident Axel Weber die Entlastung für das vergangene Jahr 2018.

Die Zustimmung auf dem Aktionärstreffen am Donnerstag lag bei lediglich 41,67 Prozent. Das Misstrauensvotum ist ein außergewöhnlicher Schritt - im Vorjahr lag die Zustimmung noch bei 89,68 Prozent.

Keine rechtliche Konsequenzen

Das Votum hat keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen für das Management - aber Signalwirkung.

Ende Februar hatte ein Gericht in Paris die UBS wegen Steuerhinterziehung und Geldwäsche zu einer Rekordstrafe von 4,5 Milliarden Euro verurteilt. Die Schweizer hatten umgehend Berufung eingelegt und erwarten einen jahrelangen Rechtsstreit.

(an/reuters)