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Akhisar wirft Kasimpasa aus dem Pokal

28.2.2019 20:07 Uhr, von Chris Ehrhardt

Die Ausgangslage für Kasipasa vor dem Rückspiel im Viertelfinale des türkischen Pokals war denkbar ungünstig. Akhisar hatte das Hinspiel auf eigenem Platz mit 3:1 gewinnen können und damit ein echtes Brett vorgelegt. Das besonders auch aus dem Grund, da Kasimpasa seine letzten sechs Partien wettbewerbsübergreifend verloren hatte. 3:18 lautete dabei die Torbilanz der Istanbuler vor dem Rückspiel im eigenen Stadion.

Das Spiel begann so, wie die letzten Spiele von Kasimpasa eigentlich immer verlaufen sind. Das Team zeigte in der Hintermannschaft, im Spielaufbau und im Sturm große Verunsicherung. Und so kam es dann auch recht zeitnah so, wie man es erwartet hatte, dass es kommen würde: Helder Barbosa machte bereits in der 18. Spielminute die Gästeführung. Damit stand es nach beiden Matches schon 4:1 für Akhisar. Doch irgendwie schien dieses frühe Tor Kasimpasa "geweckt" und beflügelt zu haben. Mit dem Wissen, dass man hier nichts mehr zu verlieren hatte, wurde das Spiel plötzlich flüssiger. Das zahlte sich dann auch aus. In der 37. Spielminute war es Bengali Koita, der völlig verdient den Ausgleich zum 1:1 für die Hausherren markierte, die mittlerweile weit mehr Spielanteile hatten. Vor dem Wechsel passierte dann nichts mehr, aber Kasimpasa blieben 45 weitere Minuten, das Spiel noch zu drehen – oder zumindest noch zweimal zu knipsen, um in die Verlängerung zu gehen.


Konnte Kasimpasa das Spiel in den zweiten 45 Minuten noch drehen?

Die Hausherren drehten weiter auf, hielten auch herzhaft aufs Tor vom Serben Milan Lukac, aber über die Linie wollte der Ball nicht. Zwölf Schuss- und Kopfballversuche hatte Kasimpasa bis zur 72. Minute auf dem Ticker stehen, 62 Prozent Ballbesitz und 7:0 Eckbälle – aber Zählbares wurde daraus nicht produziert. Gerade Koita setzte sich wieder und wieder in Szene, agierte aber sehr glücklos. So lief den Hausherren mehr und mehr die Zeit davon.


Mit zunehmender Spielzeit schwanden dann auch die Kräfte bei Kasimpasa und das nutzte Akhisar aus. Es entstanden mehr Räume und Möglichkeiten zu Angriffen. In der 84. Minute schraubten die Gäste dann den Deckel drauf. Freistoß aus rund 25 Metern, Serginho Mineiro löste sich in der Box, erhielt den Ball, traf ihn nicht richtig und übertölpelte damit Keeper Köse - 2:1-Auswärtsführung von Akhisar und 5:2 aus beiden Matches. Damit war definitiv Kasimpasa raus. Es blieb auch bei dem 2:1-Sieg von Akhisar und die Reise geht im Halbfinale weiter. Nach dem Abpfiff gabs dann noch Rot für Elvis Manu, der Hafez eine leichte Backpfeife gab, nachdem der ihn am Nacken kraulte.

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