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Akar: USA sollen Ausschluss der Türkei aus F-35-Programm überdenken

30.7.2020 8:34 Uhr, von Andreas Neubrand

Obwohl die Türkei und die USA ihre Differenzen haben, forderte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar Washington auf, den Ausschluss der Türkei aus dem F-35-Kampfjet-Programm zu überdenken. Ankara wäre auch bereit die Probleme im Zusammenhang mit dem Einsatz russischer S-400-Raketen zu lösen.

Die USA hatten beschlossen, die türkische Teilnahme am multinationalen F-35-Kampfjet-Programm zu suspendieren. Grund war der Kauf Ankaras des neuen S-400-Raketenabwehrsystems aus Russland.

Türkei ist Kunde und Partner

"Die Türkei ist nicht nur Kunde des F-35-Programms, sondern auch Partner. Die Sicherheit der F-35-Technologie ist für die Türkei ebenso wichtig wie für die USA. Wir wollen allen zeigen, dass die Technologien von S-400 und F-35 nicht kompatibel sind", sagt er.

Akar bezeichnete den Ausschluss der Türkei als "ungerecht", da die türkischen Unternehmen auch in der Pandemie geliefert haben. Er erinnerte die USA daran, dass die bilateralen Beziehungen beider Länder schon immer ihre "Höhen und Tiefen" hatten und das man auch diese überwinden werde.

Türkei wichtiger Nato-Partner

Er betonte auch die Rolle der Türkei bei der Verteidigung Europas im Rahmen der Nato. "Die Nato spielt eine zentrale Rolle für die Sicherheit der Türkei und die Türkei spiele eine zentrale Rolle für die Nato", sagte er.

Akar ging auch auf die schwierigen Beziehungen der Türkei zur EU ein. "Die Mitgliedschaft in der EU ist unser politisches Zeil", sagte er. Eine türkische Mitgliedschaft ist die "beste Investition für die Europäische Union".

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