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Ajax haut Juve und Ronaldo raus

16.4.2019 23:13 Uhr

Ajax Amsterdam wird zum Favoritenkiller in der Champions League. Nachdem das Team Real Madrid im Achtelfinale aus dem Wettbewerb fegte, wurde nun im Viertelfinale der italienische Rekordmeister Juventus Turin aus dem Pokal gekegelt. Zuerst der Ex-Verein von Cristiano Ronaldo und jetzt der aktuelle Klub von CR7. Mit dem ersten Halbfinaleinzug seit 22 Jahren avancieren die jungen Wilden aus Holland zum Geheimtipp auf die Europa-Krone.

Die Turiner Führung durch Ronaldo (28.) egalisierte Donny van de Beek (34.). Kapitän Matthijs de Ligt (67.) köpfte den Underdog in die Vorschlussrunde, wo es in zwei Wochen zum Duell mit dem Sieger der Begegnung zwischen Manchester City und Tottenham Hotspur (Hinspiel 0:1) kommt. Für Ronaldo platzte damit der Traum vom vierten Gewinn des "Henkelpotts" in Folge.

Juve in möglicher Bestbesetzung gegen Ajax

Bei den Gastgebern stand der deutsche Nationalspieler Emre Can nach einer Knöchelblessur in der Startelf, 2014er-Weltmeister Sami Khedira saß auf der Bank. Beim niederländischen Rekordmeister konnte Spielmacher Frenkie de Jong nach überstandenen Oberschenkelproblemen von Beginn an mitwirken. Doch Turin, in der Liga dicht vor der achten Meisterschaft in Folge, nahm das Heft des Handelns in die Hand und begann aggressiv mit frühem Pressing. Der berüchtigte Ajax-Hochgeschwindigkeitsfußball kam so zunächst kaum zur Entfaltung.

Dann wurde es turbulent. Erst schlug CR7 zu: Nach einer Ecke behinderten sich die Ajax-Profis im Strafraum gegenseitig, sodass der Portugiese aus acht Metern unbehelligt zu seinem 126. Treffer in der Königsklasse einköpfen konnte. Doch die Führung währte nur kurz. Denn auf der Gegenseite nutzte van de Beek einen Sekundenschlaf der Juve-Defensive eiskalt zum wertvollen Auswärtstor für den frechen Underdog.

Rotzfreche Ajax-Jünglinge kicken Juve raus

Nach der Pause brachte Juve-Coach Massimiliano Allegri den formstarken Youngster Moise Kean für den angeschlagenen Paulo Dybala. Es entwickelte sich ein heißer Schlagabtausch - mit Vorteilen für die Gäste. Keeper Wojciech Szczesny verhinderte unter anderem mit einem starken Reflex gegen Hakim Ziyech (53.) den Rückstand für die Turiner. Zur Veredelung der Drangphase brauchte es einen Eckball. Der erst 19-jährige de Ligt setzte sich im Luftduell gegen gleich zwei Gegenspieler durch und versetzte die mitgereisten Ajax-Fans mit seinem Aufsetzer-Kopfball endgültig in Ekstase.

Das vermeintliche 3:1 durch Ziyech (81.) ließ Schiedsrichter Clement Turpin (Frankreich) wegen einer Abseitsstellung nicht gelten - eine korrekte Entscheidung.

(ce/afp)

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