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Ajax auf Finalkurs in der Champions League

30.4.2019 23:21 Uhr

Das junge Team von Ajax Amsterdam hat sich einen 1:0-Sieg beim Favoriten Tottenham Hotspur aus der englischen Premier League erspielt. Und das mit einer taktischen Glanzleistung, die Fußballfans mit der Zunge schnalzen ließ. Es wäre, wenn Ajax den Vorsprung im Rückspiel in der Johan Cruijff ArenA halten kann, der erste Finaleinzug der Niederländer seit 1996. Damals unterlag Ajax im Finale im Stadio Olimpico von Rom gegen Juventus Turin mit 4:2 im Elfmeterschießen.

Donny van de Beek (15.) traf in London für die Gäste, die im laufenden Wettbewerb bereits im Achtelfinale Titelverteidiger Real Madrid und im Viertelfinale Juventus Turin ausgeschaltet hatten.

Vor 60.000 Zuschauern im nagelneuen Tottenham-Stadion agierten die Gäste, die zuletzt 1995 den begehrten Titel in der Königsklasse gewonnen hatten, von Beginn an mutig und selbstbewusst und ließen Tottenham kaum zur Entfaltung kommen. Nach einer Viertelstunde nutzte dann der angeblich von Borussia Dortmund umworbene Mittelfeldspieler van de Beek ein gutes Zuspiel von Hakim Ziyech zur Führung.

van de Beek lässt Ajax jubel

Wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung des Torschützen bemühte der spanische Schiedsrichter Antonio Mateu Lahoz zunächst den Videobeweis, ehe er zum Mittelkreis zeigte und Ajax über das dritte Champions-League-Tor von van de Beek jubeln konnte. Tottenham traf der Gegentreffer ins Mark, erst in der 26. Minute verbuchte die Mannschaft von Teammanager Mauricio Pochettino durch den Spanier Llorente ein halbwegs vernünftige Chance. Ajax war aber weiter spielbestimmend und sorgte vor dem Tor von Weltmeister Hugo Lloris immer wieder für Gefahr.

Pech hatte Tottenham, das ohnehin schon auf seine besten Torschützen Harry Kane (verletzt) und Heung-Min Son (gesperrt) verzichten musste, dass Abwehr-Ass Jan Vertonghen verletzungsbedingt in der 39. Minute durch Moussa Sissoko ersetzt werden musste. Der ehemalige Ajax-Profi musste nach einem unglücklichen Zusammenstoß mit seinem Teamkollegen Toby Alderweireld mit Verdacht auf Gehirnerschütterung vorzeitig in die Kabine. Dennoch konnten die Spurs in der Schlussphase der ersten Hälfte etwas mehr Druck entwickeln. Mit dem knappen Rückstand war Tottenham zur Pause aber gut bedient.

Im zweiten Abschnitt wurden die Gastgeber, die im Achtelfinale Borussia Dortmund das Nachsehen gegeben hatten, von Minute zu Minute dominanter. Klare Tormöglichkeiten konnten sich die Spurs aber nicht erspielen, vor dem Ajax-Strafraum blieb vieles Stückwerk. Für Amsterdam traf David Neres in der 78. Minute noch den Pfosten. Im zweiten Vorschlussrundenduell stehen sich der FC Barcelona und der FC Liverpool mit Teammanager Jürgen Klopp gegenüber. Das Finale der Königsklasse findet am 1. Juni im Estadio Metropolitano in Madrid statt.

(ce/afp)

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