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Agnes Varda gestorben

29.3.2019 12:22 Uhr

Erst bei der vergangenen Berlinale im Februar wurde ihr Film "Varda par Agnes" vorgeführt - und wurde mit der Berlinale-Kamera, dem Ehrenpreis des Festivals, ausgezeichnet. Sie war auch die erste Frau, die bei den Filmfestspielen in Venedig den begehrten Goldenen Löwen gewann. In der Nacht auf Freitag ist die legendäre französische Regisseurin Agnes Varda im Alter von 90 Jahren gestorben.

Varda sei einem Krebsleiden erlegen, hieß es in einer Mitteilung der Familie, wie AFP berichtete.

Die in Belgien geborene und in Frankreich aufgewachsene Filmemacherin gewann mit "Vogelfrei" als erste Frau 1985 den Goldenen Löwen von Venedig. Später arbeitete Varda auch als bildende Künstlerin. Auf der Berlinale lief zuletzt ihr neuer Film "Varda by Agnes" außer Konkurrenz. Produzentin war ihre Tochter Rosalie. Sie engagierte sich im Rahmen der #MeToo-Bewegung auch für mehr Chancengleichheit in der Filmbranche.

Eine der eigenwilligsten Cineasten unserer Zeit

Varda konnte auf eine über 60-jährige Karriere zurückblicken, sie wurde mit Ehrungen und Auszeichnungen überhäuft. Ihr großer Erfolg "Vogelfrei" (Originaltitel: "Sans toit ni loi") erzählte die Geschichte einer Frau, die als Landstreicherin durch Südfrankreich zieht und den Kältetod stirbt.

Varda galt als Pionierin des Autorenkinos und als "Großmutter der Nouvelle Vague", jener Bewegung, die in den 60er Jahren gegen das herkömmliche Erzählkino Sturm lief. Lange gehörte sie mit ihren Werken, die zwischen Wirklichkeit, Fiktion und Poesie schwanken, zu den eigenwilligen Cineasten unserer Zeit.

(sis/dpa/afp)

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