epa/Katlholo Maifadi

Afrika sollte im Sicherheitsrat presenter sein

3.10.2019 23:24 Uhr

Für eine stärkere Repräsentation Afrikas haben die beiden größten Wirtschaftsnationen des Kontinents plädiert. «Es inakzeptabel, dass der UN-Sicherheitsrat nur ein Club einiger weniger Länder ist - das ist nicht repräsentativ», rügte der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa am Donnerstag in der Hauptstadt Pretoria und betonte: «Wir wollen Afrika repräsentiert sehen.»

Dabei sei er sich auch mit Nigerias Präsident Muhammadu Buhari einig, sagte er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz anlässlich von dessen Staatsbesuch in dem Kap-Staat.

Stärkung der bilateralen Beziehungen

Beide Staaten wollen ihre bilateralen Beziehungen künftig stärken. Buhari verurteilte erneut die gewalttätigen Übergriffe in Südafrika, die auch Ramaphosa als inakzeptabel kritisierte. Mit nicht näher genannten Maßnahmen sollen die Beziehungen zwischen den Bevölkerungen künftig nachhaltig verbessert werden. Ramaphosa sprach von ermutigenden Fortschritten und einer starken Basis.

Beide Staaten hatten im Vorfeld des Besuchs angekündigt, gemeinsam nach Lösungen für ihre Kontroverse suchen zu wollen. Hintergrund sind Ausschreitungen in und um Johannesburg mit einem Dutzend Toten. Die Gewalt richtete sich vor allem gegen Geschäfte von Nigerianern und anderen afrikanischen Migranten. In Nigeria, aber auch bei der Afrikanischen Union (AU), hatte das zu scharfer Kritik und Protesten geführt. Der Kap-Staat übernimmt 2020 den AU-Vorsitz. Die Verstimmung zwischen beiden Ländern habe daher Potenzial, das Abkommen über die Umsetzung des geplanten Binnenmarkts in Afrika zu gefährden, warnte Nigerias Ex-Bildungsministerin Obiageli Ezekwesili Anfang September.

(an/dpa)

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