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Afghanistan: US-Truppen sollen bis 2024 abgezogen werden

1.3.2019 18:03 Uhr

In den nächsten drei bis fünf Jahren könnten die amerikanischen Truppen aus Afghanistan abgezogen werden, das meldet nun die "New York Times". Dies sei in einem neuen, bei Friedensverhandlungen vorgestellten Pentagon-Plan vorgesehen, schrieb die Zeitung in ihrer Donnerstagsausgabe. Demnach sollen außerdem die islamistischen Taliban an einer Regierung in Kabul beteiligt werden.

Bereits in den kommenden Monaten könnte die Zahl der US-Soldaten in Afghanistan um die Hälfte verringert und der Militäreinsatz auf den Anti-Terrorkampf konzentriert werden, heißt es in dem Bericht. Die derzeit etwa 14.000 US-Soldaten bilden das Rückgrat der Nato-Einsatzes "Resolute Support" zur Unterstützung und Ausbildung der afghanischen Streitkräfte.

Rahmenentwurf zwischen USA und Taliban

Die Taliban bestritten am Freitag, dass es während der Friedensgespräche zwischen ihnen und den USA in den vergangenen Monaten entsprechende Vorschläge gegeben habe. Von einer Übergangsregierung oder Wahlen sei nicht die Rede gewesen, hieß es in einer Erklärung. Von den USA sei auch nicht der Verbleib von US-Soldaten "für weitere vier oder fünf Jahre" vorgeschlagen worden . Es sei lediglich um den Abzug ausländischer Truppen und dessen Modalitäten sowie um Zusicherungen für das künftige Afghanistan gegangen.

Bei Gesprächen im Januar hatten sich beide Seiten auf einen Rahmenentwurf geeinigt, demzufolge die Taliban zusagen sollen, dass Afghanistan kein Rückzugsort für internationale Terrorgruppen wird. Zu einem US-Truppenabzug oder einem Waffenstillstand oder zu einem von Washington gewünschten Dialog zwischen den Taliban und der afghanischen Regierung gab es keine Vereinbarung.

(an/afp)