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AfDs Roman Reusch irritiert mit Wortwahl

8.5.2019 17:19 Uhr

Für Irritationen hat die Wortwahl eines AfD-Politikers im Rechtsausschuss des Bundestags gesorgt. In der Diskussion über eine Reform des Strafgesetzbuches nutzte der Abgeordnete und Jurist Roman Reusch am Mittwoch die Formulierung "Wenn ein Staatsanwalt eine knackige Vergewaltigung auf den Tisch bekommt".

Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) zuerst berichtete, weigerte sich Reusch trotz Beschwerden aus anderen Fraktionen, die Aussage zurückzunehmen. Ausschussteilnehmer werteten Reuschs Wortwahl als respektlos.

Interner Jargon der Staatsanwälte

Der Ausschussvorsitzende Stephan Brandner (AfD) maßregelte den Abgeordneten dafür nicht. Der Deutschen Presse-Agentur sagte Brandner, Reusch sei Staatsanwalt und habe wohl den internen Jargon der Staatsanwälte benutzt. Gemeint habe er eine "ekelhafte Vergewaltigung". Brandner sagte, es sei generell nicht seine Art, jedes Wort auf die Goldwaage zu legen: "Ich habe, nach meiner Erinnerung, seitdem ich Vorsitzender dieses Ausschusses bin, noch nie jemanden wegen seiner Ausdrucksweise gerügt."

(an/dpa)