imago images/photothek

AfD will neue Auszeichnung bei der Bundeswehr

10.12.2019 15:53 Uhr

Nach Vorstellung der AfD sollen Bundeswehrsoldaten, die bei einem Einsatz verwundet werden grundsätzlich eine militärische Auszeichnung erhalten. Über einen entsprechenden Antrag der AfD-Fraktion wird der Bundestag voraussichtlich an diesem Mittwoch debattieren.

Das "Verwundetenabzeichen" soll nach den Vorstellungen der Rechtspopulisten auch Soldaten verliehen werden, die nach einem Einsatz unter einer posttraumatischen Belastungsstörung oder anderen psychischen Erkrankungen leiden.

Rückwirkende Verleihung angedacht

Die Fraktion spricht sich in ihrem Antrag für eine rückwirkende Verleihung des Abzeichens aus, als Stichtag soll der 3. Oktober 1990 festgelegt werden. Wichtig sei, dass ein solches Abzeichen nicht nur verliehen, sondern auch getragen werde, sagte der Abgeordnete Jens Kestner am Dienstag in Berlin. Denn erst dann werde sichtbar, dass da ein Mensch für die Allgemeinheit "Opfer gebracht" habe.

Die Bundeswehr verleiht verschiedene Ehrenzeichen. Dazu gehört das Ehrenkreuz der Bundeswehr für Tapferkeit. Wer jemanden für diese Auszeichnung vorschlägt, muss darlegen, "inwieweit angstüberwindendes, mutiges Verhalten bei außergewöhnlicher Gefährdung von Leib und Leben erforderlich war, um den militärischen Auftrag zu erfüllen".

(an/dpa)

0 Kommentare

Bitte geben Sie den Aktivierungscode ein, der an Ihre E-Mail-Adresse gesendet wurde.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.

Sie müssen angemeldet oder registriert sein, um mitzudiskutieren.