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AfD will, dass Merkels Rat ignoriert wird

6.2.2020 17:45 Uhr

In Thüringen sollen die Abgeordneten des Landtags nicht auf den Hinweis von Kanzlerin Angela Merkel reagieren. Dazu haben nun Politiker der AfD aufgerufen. Demokratische Entscheidungen dürften nicht einfach "zurückgenommen" werden, erklärte die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, am Donnerstag.

Sie sagte: "Ich appelliere an die Abgeordneten in Erfurt, sich von derlei demokratiefeindlichen Zurufen nicht beeinflussen zu lassen." Die Landtagsabgeordneten seien allein den Bürgern von Thüringen verpflichtet.

Stimmen der AfD gelten als "unverzeihlich"

Merkel hatte die Wahl des FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum thüringischen Ministerpräsidenten auch mit Stimmen der AfD als "unverzeihlich" kritisiert. Das Ergebnis dieses Vorgangs müsse rückgängig gemacht werden, sagte sie Merkel bei einem Besuch in Südafrika.

Der Chef der Thüringer AfD-Landtagsfraktion, Björn Höcke, schrieb auf Twitter: "Die Bundeskanzlerin meldet sich aus Südafrika und redet wie zu Untertanen." Das Wahlverhalten der nur ihrem Gewissen unterworfenen Landtagsabgeordneten werde nun von Parteizentralen aus Berlin "sanktioniert".

(an/dpa)

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