epa/Omer Messinger

AfD-Wähler ausgrenzen ist der falsche Weg

3.9.2019 20:31 Uhr

FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki hält nach den Wahlerfolgen der AfD in Sachsen und Brandenburg die Ausgrenzung ihrer Wähler für gescheitert und rät zu einem offeneren Umgang mit ihnen. Es werde "nicht ausreichen, die AfD nur auszugrenzen und zu denunzieren", sagte der Bundestagsvizepräsident der "Passauer Neuen Presse".

"Wir müssen offener und kommunikativer mit der AfD und ihren Wählerinnen und Wählern umgehen, nicht alles immer automatisch als rechtsradikal brandmarken, was einem nicht gefällt." Es brauche mehr Argumentation und eine konstruktive Auseinandersetzung.

Politik der radikalen Abgrenzung nicht hilfreich

Die Menschen wollten bezahlbaren Wohnraum, öffentlichen Nahverkehr, eine Perspektive für sich und ihre Region. Viele fühlten sich ausgegrenzt, in eine rechte Ecke gestellt, in die sie nicht hineingehörten. "Unsere Politik der radikalen Abgrenzung hat nicht geholfen - im Gegenteil. Sie hat eher geschadet", folgerte Kubicki.

Die AfD war bei beiden Wahlen zweitstärkste Kraft geworden, während die FDP den Einzug in die Landtage jeweils verpasst hatte.

(an/dpa)

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